Dienstag, 3. April 2012

Projekt Pizzastein

Glücklicherweise wohne ich in einem Haus mit einer fantastischen Küche mit Granit-Arbeitsplatten (die beim Fotografieren leider oft spiegeln, sonst aber genial sind). Da für das Cerankochfeld ein Loch aus der Granitplatte ausgesägt wurde, hatten wir eine recht große, schwere Granitplatte "übrig" und so kam mir die Idee, diese zusägen zu lassen und zu einem Pizzastein umzufunktionieren. Pizzasteine sind normalerweise aus Schamott, es gibt aber auch welche aus Granit, nur Marmor (Kalkstein) eignet sich nicht nach meiner Recherche. Man legt den Pizzastein auf den Backrost (am besten so, dass 1cm Schlitz rund herum sind, damit es keinen Hitzestau gibt), heizt den Ofen auf und bäckt die Pizza/das Brot/den Flammkuchen dann auf dem Stein, der die Wärme gleichmäßig abgibt und für den typischen krossen Boden sorgt. Die Pizza kann man mit einem Holzschieber einschießen, was aber anscheinend nicht ganz einfach ist, wir haben daher ein Holzbrett in Kombination mit Backpapier benutzt. Manchmal liest man auch, dass der Pizzastein eine poröse Oberfläche haben muss, damit er die "Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen kann", dafür wäre Backpapier anscheinend auch schlecht, da unser Stein sowieso eine glatte Oberfläche hatte, was auch für etwaige Käsereste sehr praktisch ist, kam es auf das Backpapier wohl nicht mehr an. Man könnte es auch nach 2 Minuten Backzeit unter der Pizza herausziehen...aber es hat so wunderbar funktioniert!

Zutaten für eine rechteckige Pizza:

300 g Mehl
1 P. Trockenhefe (14 g)
 150 ml Wasser
1 TL Zucker
1/2 TL Salz
2 EL Olivenöl


Belag:
100 m Pizzaiola
150 g Mozzarella
Belag nach Wunsch, hier 
100 g Schinken, 
50 g Mais
50 g Spargel 
50 g Garnelen

Nährwert: 202 kcal pro Stück bei 8 Stücken mit diesem Belag

Die Zutaten für den Pizzateig außer das Olivenöl mit der Küchenmaschine oder von Hand verkneten. Dann das Olivenöl einkneten, weil der Teig sonst das Wasser nicht richtig aufnehmen kann. Die Teigschüssel mit einem Gerschirrtuch bedenken und 2-3 h gehen lassen. Den Backofen auf Maximaltemperatur aufheizen, bei mir waren das 300°C. Je dicker der Stein, desto mehr Wärme kann er aufnehmen und desto länger dauert es auch, bis er aufgeheizt ist, bei meinem mit 38 x 36 x 3,8 cm hat es schon fast eine Stunde gedauert.


In der Zwischenzeit die Zutaten schneiden und den Pizzateig ausrollen oder ausziehen, dünn mit der Pizzaiola bestreichen, mit Mozzarella und sonstigen Zutaten belegen. 
Die Backzeit ist ca. 5-8 Minuten bei ständigen 300 °, bei niedrigerer Temperatur evtl. länger.

Tipps: Bei einem üppigen Belag könnte man den Boden auch vorbacken! 
Frischer Mozzarella ist feuchter als geriebener aus der Tüte, normalerweise nehmen wir immer den frischen, dieses Mal haben wir es mit geriebenem versucht. 
Im Laufe der Zeit werde ich sowieso noch einige Vergleichsstudien anstellen, z.B. Backpapier entfernen vs. Backpapier drin lassen, frischer vs. geriebener Mozzarella, glatte vs. poröse Seite des Pizzasteins oben, dünnerer Teig, Teig vorbacken...aber jetzt genießen wir erst mal unsere knusperleckere Pizza! Buon Appetito!

Kommentare:

  1. Is it perhaps a marble used for making cooking plate .. I wonder if it is resistant to scratches and how to clean ..

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  2. No, marble won't work, it's granite. Check out the English version of this post here:
    http://blog.nadine-perera.de/2012/04/project-pizza-stone.html

    Nadine

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