Sonntag, 9. Februar 2014

Pigs-in-Paradise-Torte (auch bekannt als Ferkel-im-Matsch-Eimer-Torte)


Hier ist sie also, die weltberühmte Ferkel-im-Matsch-Eimer-Torte! Ich habe sie gestern zu einem Konzert einer meiner Lieblingsbands gebacken, in der Freunde von meiner Schwester spielen und passenderweise "Pigs in Paradise" heißen, was ja wohl der perfekteste Name für diese Torte ist! Das Konzert hat übrigens wie immer sehr gerockt und ich kann Euch die Band nur ans Herz legen! \m/(-.-)\m/
Einige von Euch wissen, warum ich bis nach der Tortenschlacht nicht über die Torte bloggen konnte, aber jetzt darf ich und ich lasse Euch gleich mal an allen Varianten teilhaben, die ich bisher für das Innenleben getestet habe. Zur Geschichte: berühmt geworden ist die Torte nach einem Foto bei Facebook (hier verlinkt). Die holländische Bäckerin der Torte hat dazu geschrieben, dass sie die Idee auch woanders gesehen hat, aber das war wohl in der analogen Welt irgendwo. Sie hat ihre Torte dann so dermaßen niedlich gestaltet, dass sie die digitale Welt im Sturm erobert hat und es mittlerweile nicht nur viele, hübsche und weniger hübsche Rezepte (auch eins bei chefkoch.de) und Anleitungen für den Kuchen gibt, sondern sogar die Ferkel-Deko fertig gekauft werden kann! Dabei ist die wirklich im wahrsten Sinne kinderleicht zu kneten - darum kann ich auch sehr empfehlen, diesen Kuchen mit Kindern zu backen, die haben bestimmt großen Spaß am Ferkel-formen ;-)
Zutaten:

1 gefüllter Kuchen mit 20cm Durchmesser
Variante 1: Bits und so Kuchen:

200 g Zucker 
2 Eier
1 Msp. Vanillemark 
3 EL Zitronensaft
150 ml Club Mate Limo
120 ml Öl
200 g Mehl 
1/2 Pck. Backpulver
gefüllt mit 200 g karamellisierte gezuckerte Kondensmilchpaste


Variante 2: Prinsesstorta Biskuit:

4 Eier
1 Tasse (225 g) Zucker
1/2 Tasse (62 g) Mehl
1/2 Tasse (80 g) Speisestärke
1 TL Backpulver
gefüllt mit Himbeercreme vom Glückskäferkuchen:
300 g TK-Himbeeren
1 EL Zitronensaft
70 g Zucker
6 Blatt (1 P.) Gelatine
400 g gekühlte Schlagsahne



Variante 3: 

200 g Zucker 
2 Eier
1 Msp. Vanillemark 
150 ml Cider
120 ml Öl
200 g Mehl 
1/2 Pck. Backpulver

gefüllt mit:
470 g Rhabarber, gegrillt mit 1 EL Zucker und 

200 g karamellisierte gezuckerte Kondensmilch




Für die Deko:
400 g Zartbitter-Schokolade
200 g Schlagsahne
150 g weißes Gelatinefondant oder Marzipan
ca. 4 Tropfen rote Lebensmittelfarbe (10 beim ersten Versuch, zu pink)
Zahnstocher
10,25 Kitkat (=41 einzelne Riegel, immer zwei zusammen plus einer)
rosa Schleife


Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Backpapier in eine 20 cm Springform klemmen. Kuchenteig je nach Rezept anrühren, die Fotos zeigen Variante 2, den Biskuit. Den Teig in die Springform geben und ca. 40 min bei 180° backen, Stäbchenprobe machen.

Den etwas abgekühlten Kuchen aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen, dann waagrecht halbieren.
Für die Himbeercreme die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, die TK-Himbeeren auftauen, mit Zitronensaft und  Zucker pürieren. Gelatine in etwas Wasser bei schwacher Hitze auflösen, mit etwas Himbeerpüree verrühren, dann die Gelatinemasse gut unter das Himbeerpüree rühren. Die Schlagsahne steif schlagen und unter die Himbeermasse heben. 
Den unteren Boden auf eine Tortenplatte legen und Backpapierstreifen unterlegen, einen Tortenring um den Boden klemmen.
Die Füllung auf den Boden geben, glattstreichen, den zweiten Boden auflegen und im Kühlschrank fest werden lassen.
Für die Ganache die Sahne in einem Topf aufkochen lassen, von der Flamme ziehen und die grob zerkleinerte Schokolade hinzufügen, glatt rühren. Den Tortenring entfernen.
Einen kleinen Teil der abgekühlten Ganache auf den Rand des Kuchens streichen und die Kitkat, immer zwei am Stück, ankleben oder schräg anlehnen. Wenn alle Kitkat um den Kuchen verteilt sind, die Schleife (ich nehme immer eine nicht so hübsche für während der Herstellung mit Schoko-Getropfe und ersetze sie am Ende durch die hübsche Schleife) um die Kitkats legen, die Kitkats aufstellen und die Schleife zubinden.
Das Gelatinefondant oder Marzipan mit der roten Speisefarbe verkneten und die Ferkelchen formen, dabei Zahnstocher zu Hilfe nehmen (für Augen und Nasenlöcher den Zahnstocher in die Masse stechen und rotieren, für Hufe und Po der Schweinchen den Zahnstocher der Länge nach eindrücken). Die Innenohren forme ich mit einem Teelöffel-Stiel. Das schwarze Mikro habe ich mit ganz wenig schwarzer Lebensmittelfarbe eingefärbt.
Die Ganache in den Kitkat-Trog gießen, etwas glatt streichen und die Ferkelchen platzieren. Voilà die Varianten (bei der ersten waren die Schweinderl-Ohren etwas groß, fand ich :-)) 

Diese Variante ist mit Marzipan statt Gelatinefondant.


Das ist die Variante von gestern - die offizielle Pigs-in-Paradise-Torte! Rock on ;-)

Kommentare:

  1. Hallo,
    ich finde diese Torte einfach nur super.... hab sie auch schon mal gemacht!

    http://lililotta.blogspot.com/2013/05/guten-abend-meine-lieben-heute-hat-das.html

    Schön das ich jetzt noch ein paar Varianten für´s Innenleben habe :)

    Lieben Gruß Michéle

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    1. Danke Michèle, Deine Torte ist ja total süß! Auch ne gute Idee, das ganze ein bisschen kleiner zu machen... LG, Nadine

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  2. Kuchen des Grauens - es ging alles schief, was nur schief gehen kann! ich habe mich an Rezept 2 versucht. Leider erst zu spät habe ich realisiert, dass der Zuckeranteil viel zu hoch ist. vermutlich hätten es 125 Gramm Zucker sein müssen, nicht 225 Gramm!? Der Kuchen ging im Ofen schön hoch, viel aber sofort zusammen, als ich ihn rausgenommen habe. als ich ihn durchschneiden wollte, musste ich feststellen, dass er innen noch flüssig ist. Da war der Kuchen ja schon halbwegs abgekühlt, also wieder rein in den Ofen - was meinen Zeitplan völlig durcheinander gebracht hat.
    Die Sahnemasse ist meiner Meinung nach viel zu viel für diesen kleinen Kuchen - hast Du tatsächlich 400 Gramm Sahne als Zwischenschicht reingetan und dann noch einmal (!) 400 Gramm Sahne für die Ganache??
    Bei mir ist leider auch die Ganache nicht glatt geworden, sondern ausgekrisselt - ich vermute mal, es war keine gute Idee, die Schokolade zu der heißen Sahne in den Topf zu geben. Anders herum, also heiße Sahne auf die Schokolade geben, wäre wohl sinnvoller.
    Schade, leider kein sehr gut beschriebenes Rezept :-(
    ich bin echt traurig, dass das so misslungen ist.

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    1. Liebe Nadi,
      tut mir Leid, dass Du keinen Erfolg mit dem Rezept hattest. Trotzdem kann ich mit dieser Art der Kritik nicht viel anfangen. Wenn Dir der Zuckeranteil zu hoch ist, kannst Du ihn ja gerne reduzieren, aber den Kuchen nicht richtig durch backen und sich dann im Nachhinein beschweren finde ich albern. Es steht übrigens auch da, dass man eine Stäbchenprobe machen soll - damit kann man ausschließen, dass der Kuchen innen noch flüssig ist!
      Ich habe schon sehr, sehr oft Ganache gemacht und bei mir ist noch nie eine "krisselig" geworden. Ich beschreibe alles, so gut ich kann, und mache Fotos von den Zwischenschritten. Wenn Dir irgendwas am Rezept nicht gefällt, steht Dir frei, es zu ändern, aber einfach zu schreiben, die Sahne ist zuviel oder der Zucker ist zuviel ist doch albern, dann mach es halt anders und plane genug Zeit ein, falls vielleicht nicht alles nach Plan läuft!
      Ich habe auch schon nach schlechten Rezepten gebacken und mich geärgert, aber letztlich muss man halt manchmal auch mal selber denken und nicht einfach dem Autor des Rezepts die Schuld an allem geben.

      Ich wünsche Dir mehr Erfolg bei Deinen nächsten Kuchen!

      Viele Grüße,
      Nadine

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