Sonntag, 26. August 2012

Getreide

Auf meinen täglichen Radfahrten zur Arbeit durch das schöne Münchner Umland genieße ich abgesehen von vielen Wiesenblumen auch idyllische Landschaften mit Getreidefeldern. Es ist wirklich hübsch anzuschauen, wie sich die Feldabschnitte mit der Zeit von Grüntönen zu einem satten Gelb hin verfärben, bis am Ende nur noch kompakte Strohballen übrig sind.
Und weil ich ja durchaus verschiedene Mehlsorten für mein Gebäck benutze, dachte ich, blogge mal über die Getreidesorten und sonstiges Essen, was so am Wegesrand wächst.



Schon damals in der Grundschule haben wir die vier Getreidesorten HaferGerste, Roggen und Weizen unterscheiden gelernt: am leichtesten ist natürlich der Hafer zu erkennen, der einfach ganz anders aussieht als die anderen drei, weil er keine Ähren hat. Für die Pâtisserie kommt er hauptsächlich in Keksen und dann in Flockenform vor.





An ihren langen Grannen erkennt man die Gerste am nächst leichtesten. Diese begegnet mir eigentlich in der Küche nur in Form von Backmalz zum Brot backen (und auch da bisher nur theoretisch). 







Roggen sieht aus wie eine Mischung aus Gerste und Weizen: die Ähre ähnelt der des Weizen, aber im Gegensatz zu diesem hat Roggen auch Grannen. Ich benutze Roggenmehl hauptsächlich für Sauerteigbrot, er wird aber auch zur Herstellung von Wodka und Korn(schnaps) und mittlerweile sogar wieder zur Bierherstellung benutzt!

 






Der Weizen, und zwar Weichweizen, ist das wohl meist verwendete Getreide bei deutschen Bäckern - der Name kommt übrigens von der weißen Farbe des Mehls. Hartweizen habe ich wahrscheinlich noch nie wachsen gesehen, da in Deutschland fast ausschließlich Weichweizen angebaut wird. Es sieht auch so aus, als hätte Hartweizen durchaus Grannen, im Gegensatz zum Weichweizen! Hartweizen eignet sich sehr gut zur Herstellung von Nudeln, insofern klingt auch logisch, dass Italien einer der größten Hartweizen-Produzenten ist. 







Ich denke, allen Getreidesorten ist gemein, dass die Reste der Stängel zu netten kleinen oder größeren Strohballen gerollt werden. Da ich schon immer wissen wollte, wie man das macht, war ich entzückt, neulich eine niedliche kleine rote Maschine dabei beobachten zu können!
Allerdings habe ich nicht viel gesehen, die Maschine fährt rum und ab und zu spuckt sie einen Stohballen aus. Trotzdem cool ;-)




Dinkel, was ich ja auch oft benutze, ist eine Unterart des Weizen und wird laut Wikipedia in Baden-Württemberg angebaut, in Bayern konnte ich noch keinen entdecken - ich bin aber auch nicht sicher, ob ich ihn erkennen würde, da mir der Unterschied eher subtil scheint!
Außerdem wächst um München herum noch Raps, den wir in Ölform nutzen, Kartoffeln und Mais, noch ein Getreide (auf diesem Bild noch sehr sehr klein, was sich dann rapide geändert hat!). 





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