Freitag, 17. August 2012

Brezel-Korb für den Biergarten

Aus Hefeteig lassen sich ja die tollsten Sachen flechten und was man für den Biergarten immer gut brauchen kann, ist ein Korb. 
Diesen Geschenkkorb für eine Biergarten-Geburtstagsparty konnten wir zwar nicht wirklich zum Transport der enthaltenen Dinge benutzen, aber zumindest hat er sie hübsch präsentiert! 
Und über die Theorie des Korbflechtens habe ich auch einiges gelernt...
Der Teig ist genau der gleiche wie der hier beschriebene Brezelteig, der sich sehr gut verarbeiten lässt!



Zutaten für 1 Stück (1,6 kg Teig):
1 kg Mehl
2 P. Trockenhefe (14 g)
500 ml Wasser
100 g Butter
1 TL Salz

500 ml 3-5%ige Natronlauge
grobes Salz zum Bestreuen
ofenfeste Schüssel mit 25 cm Durchmesser
dicker Draht für den Henkel (z.B. von Drahtkleiderbügel)


Nährwert: 4143 kcal pro Korb

Zubereitung:
Mehl, Hefe, Wasser und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und kneten lassen. Währenddessen die Butter in der Mikrowelle etwas erwärmen und hinzugeben. Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten gehen lassen. 

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen oder einfetten. Die Schüssel mit der Öffnung nach unten auf ein Backblech setzen und die Oberseite einfetten. 
Den Teig durchkneten, ein Viertel wegnehmen und zur Seite legen und den restlichen Teig in 16 Teile schneiden. Jeden Teil zu einem ca. 50 cm langen Strang rollen. Aus diesen 16 Strängen wir der Körper des Korbes geflochten. 


Mein spanisches Dessert-Kochbuch enthält eine sehr schön gemalte Anleitung zum Flechten eines kleinen Osterkörbchens, an der ich mich orientiert habe. Allerdings bin ich bei dem Versuch, das flach auf der Arbeitsfläche geflochtene Gitter auf die Schüssel zu bugsieren, kläglich gescheitert. Die Schwerkraft ist nun mal fies und die seitlichen Hefeteigteile wurden immer länger, so dass das halbe Gitter unter der Schüssel hing! Also alles noch mal zusammenkneten und dieses Mal das Gitter direkt auf der Schüssel flechten. An den steilen Seiten hat man trotzdem noch Ärger mit der Schwerkraft, das Ergebnis sieht aber trotzdem viel besser aus als das davor...


Meine Innovation in der Korbflechttechnik war, die überstehenden Stränge an den "Ecken" des Gitters um die Ecke zu flechten, so dass die Ecken stabiler wurden. Hat man dies gemeistert, schneidet man die überstehenden Stränge ab, knetet die abgeschnittenen Teile zusammen und formt daraus zwei Stränge, die man zu einer Kordel zusammenrollt. Das funktioniert am besten, indem man ein Ende zwirbelt, das andere Ende der Kordel zwirbelt sich dann langsam mit. Die Kordel um den Korb legen und gut andrücken. 


Den fertigen Korb mit der Natronlauge bestreichen, eventuell mit Salz bestreuen und ca. 20-25 Minuten bei 170° C Umluft backen. Voilà!


Den Henkel formen, in dem das beiseite gelegte Teigviertel halbiert, zu 70 cm langen Strängen gerollt und um den Draht geschlungen wird. Dabei auch wieder das eine Ende der Kordel drehen, das lose Ende folgt dann.  Dabei die Drahtenden auf beiden Seiten etwas überstehen lassen.
Den Henkel ebenfalls in Natronlauge tauchen und 20-25 Minuten bei 170° C Umluft backen, währenddessen den Korb vorsichtig von der Schüssel befreien - die Natronlauge klebt ziemlich fest!

Den Korb auf eine Platte setzen, innen etwas mit Alufolie stabilisieren, und die hervorstehenden Drahtenden des Henkels einstecken. Nicht am Henkel hochheben! ;-)
Korb nach Wunsch befüllen und ab in den Biergarten!

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