Mittwoch, 1. April 2015

Klassische Maultaschen (mit Leberkäs-Brät)


Nachdem ich Gabys Maultaschen schon länger nicht mehr gemacht hatte, hat ein Freund mir letzten Winter öfters mal gekaufte Maultaschen serviert - auch in der mir bisher fremden Methode, mit Ei in der Pfanne gebraten. Als eine japanische Freundin mich kurz vor ihrer Rückkehr nach Japan besucht hat und wir zusammen noch was typisch deutsches kochen wollten, habe ich daher spontan mal wieder für Maultaschen eingekauft und dieses Mal auch getestet, ob man die klassische Füllung mit Brät und Spinat auch mit Leberkäsbrät, das man in Bayern viel leichter bekommt, machen kann. Man kann sehr gut! Zu den Maultaschen passt auch wunderbar Baguette oder Kartoffelbrot und da abends noch ein paar Freunde vorbei kamen, bevor wir ausgegangen sind, hatte ich auch kein Problem mit den vielen Maultaschen und meinem kleinen Gefrierfach. :8)
Zutaten für 20 Maultaschen, 10 mit Brät und 10 mit Hackfleisch:
1 P. Nudelteig (in München gibt's den m.W. nur bei Basic, oder Nudelteig selber machen)
500 g Brät (Leberkäs-Brät, also ungebackener Leberkäse)
450 g TK-Blattspinat
2 dicke Stangen Lauch
400 g Hackfleisch
2 Eier
1 Bund Petersilie, gehackt
Pfeffer, Salz, Knoblauch
Suppengemüse zum Servieren in Brühe

Nährwert: 168 kcal pro Stück


Zubereitung:

Die Teigrolle bei Zimmertemperatur liegen lassen, aber erst kurz vor der Benutzung die Plastikverpackung öffnen. Das Leberkäsbrät auspacken, es ist schon in einer Form, in der man es direkt im Backofen backen kann, um fertigen Leberkäs zu erhalten. Diese Art Brät gibt es auch bei den meisten Metzgern und sogar im Supermarkt, Wurstbrät muss man meist sogar beim Metzger vorbestellen! Die Dame an der Fleischtheke im Basic meinte, ich soll ihr Bescheid geben, ob Maultaschen mit Leberkäsbrät funktioniert, das werde ich nächstes Mal machen! :-)
Für die Füllung von Gabys Maultaschen den Lauch waschen und in feine Ringe schneiden und weich dämpfen, etwas abkühlen lassen und anschließend mit Hackfleisch, Eiern und Petersilie vermengen und würzen. 
Für die klassische Brät-Füllung den TK-Spinat in einer Pfanne auftauen bzw. andünsten, etwas abkühlen lassen und mit dem Brät vermischen, ebenfalls würzen.
Beide Füllungen gut abschmecken - da meinen Gästen teils die einen, teils die anderen besser geschmeckt haben, gehe ich davon aus, dass beide gut waren ;8)
Einen großen Topf (meiner fasst 10 Liter) zu drei Vierteln mit Wasser füllen und zum Kochen bringen. Währenddessen die Nudelteigpackung öffnen, den Teig ausrollen und einmal quer halbieren, bei selbst gemachten Nudelteig den Teig gaaaaaaanz gaaaaanz dünn zu mehreren 30 cm breiten Rechtecken ausrollen (weil das zu breit für die Nudelmaschine ist, kaufe ich hier lieber den fertigen Teig). 
Jede Füllung auf eine Teigrolle verteilen und flach streichen, dabei entlang der langen Kante ca. 2 cm zum Zukleben frei lassen und mit etwas Wasser bestreichen.
Den Teig von der langen Seite her aufrollen (dabei hilft das Papier, auf dem der Teig aufgewickelt war) und die befeuchtete Oberkante andrücken. 
Die Rolle flach drücken und in handbreite, quadratische Stücke schneiden (je 10 Stücke).
Da ich meine Maultaschen ja nach dem Garkochen in Brühe servieren wollte, habe ich noch etwas Karotten, Sellerie und Lauch als Suppengemüse klein geschnitten.
Die Maultaschen in heißem, gerade nicht kochenden Salzwasser ca. 7 Minuten ziehen lassen. 
Sie sind gar, wenn sie nach oben schwimmen, bei mir haben 10 Stück gleichzeitig in den großen Topf gepasst, mehr würde ich nicht hineingeben, denn auch diese Nudeln brauchen Platz! 
Die fertigen Maultaschen mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Backpapier (immer noch das von der Nudelteigpackung) legen, damit sie nicht zusammen kleben.
Die fertigen Maultaschen dann in Fleischbrühe oder Gemüsebrühe servieren oder auf andere Art weiterverarbeiten, z.B. mit viel Butter in der Pfanne anbraten, ein Ei drüber schlagen und viel Schnittlauch drüber streuen, gell Thorsten?
Bei mir gab die Maultaschen in Gemüsebrühe und mit Baguette und Kartoffelbrot.
Bei ekligem Winterwetter (oder Aprilwetter...) gibts doch nichts besseres, oder? Guten Appetit!

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