Sonntag, 2. November 2014

(Schwäbische) Seelen zu Allerseelen

Schwäbische Seelen sind eines meiner absoluten Lieblingsbackwerke, die gabs schon in der Schule immer vom Bäcker. Die liebe Nina hat ein Rezept dafür in ihrem Blog und ich habe zum Sternschnuppenpicknick welche gebacken, mit denen ich aber nicht ganz zufrieden war. Bei der Rezeptrecherche habe ich außerdem gelernt, dass sich der Name der Seele vermutlich vom Feiertag Allerseelen ableitet, darum wollte ich zu Allerseelen heute, also am 2. November, noch einen Versuch starten. Um all die Seelen auch wieder loszuwerden, habe ich spontan ein paar Freunde zum Überbackene-Seelen Essen eingeladen, unter anderem Timo und Eva, die mir für die BUS400 Torte u.a. einen 10 kg Sack Mehl geschenkt hatten! ;-)
Zutaten für 5-6 Seelen:
500 g Mehl (original Dinkel, bei mir Weizen Typ 405)
1 Würfel Hefe oder 1 P. Trockenhefe
1 TL Zucker
1 TL Salz
350-400 ml Wasser
grobes Salz
Kümmel

Zubereitung:
Ich hatte mich etwas über die Wassermenge von 400 ml gewundert, weil das einen sehr sehr nassen Teig ergibt, und habe daher auch mehrere Rezepte gecheckt, auch eins bei Chefkoch und hier eines, wo man die Teiglinge auch ganz gut sieht. Bei dieser Seite, die der Seele wie früher gewidmet ist, scheint der Teig auch extrem nass zu sein, also dachte ich, ich versuche es mal mit den 400 ml, aber so wurden meine Seelen ziemlich flach. Darum habe ich dieses Mal nur 350 ml Wasser genommen, und der Teig war dann komischerweise doch etwas zu trocken und die Seelen eher zu schmal. Ich muss sie also wohl nochmal backen! ;-)


Variante 1, doppeltes Rezept mit Frischhefe und 400 bzw. 800 ml Wasser:
Bei Verwendung von frischer Hefe einen Vorteig machen, d.h. das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken, 200 ml Wasser, Zucker und zerbröckelte Hefe hinein geben, die Schüssel abdecken und ca. 15 min gehen lassen.
Den Teig ca. 10 min von der Küchenmaschine kneten lassen.
Den Teig ca. 1 h gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Mit einem Teigschaber und nassen Händen länge Teigstränge formen und auf ein Backpapier legen.
Die Seelen mit grobem Salz und Kümmel bestreuen und bei 180°C ca. 25 min goldbraun backen.
Die ersten Seelen waren schon ganz gut, nur eben etwas flach.
Geschmeckt haben sie aber super. Beim Sternschnuppenpicknick gab es die Seelen pur oder mit Leberwurst - eine Kombination, die ich mit Edith entdeckt habe. Passt auch super zu Wein! ;-)
Bei der Variante 2 mit Trockenhefe und nur 350 ml Wasser war der Teig von der Konsistenz her eigentlich ganz gut, vielleicht lag das auch am längeren Kneten.
 Den Teig eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.
Das Rezept war für 5 Seelen gedacht, aber ich habe 6 auf zwei Blechen daraus gemacht. Leider waren sie ein bisschen zu schmal...
 Dafür konnte man diesen Teig super bequem formen und ausziehen.
Im Gegensatz zum ersten Mal musste ich die Seelen dann auch mit Wasser bestreichen, damit der Kümmel und das Salz hielt...
Das erste Blech war wirklich sehr schmal, die haben wir dann ohne Belag zum Wein dazu gegessen.
Beim zweiten Blech hatte ich die Teigstränge noch ein bisschen breiter gedrückt nach der Erfahrung mit dem ersten, die wurden dann eigentlich ganz gut. 
Diese mit Schinken und Käse überbackenen Seelen hat die Mama von meiner Freundin Andrea immer zu Partys gemacht. 
Es macht natürlich mehr Sinn, wenn man die Seelen kauft und sie vielleicht auch nicht mehr perfekt knusprig sind, aber auch frisch gebackene Seelen kann man prima überbacken :-)
Ich fand die überbackenen Seelen sehr lecker. Und das Rezept und die Wassermenge wird noch perfektioniert!

Kommentare:

  1. So ganz steig ich bei Unterschied und Perfektion des Rezepts noch nicht durch. Halt mich mal auf dem Laufenden was für dich den Unterschied ausmacht.
    Überbackene Seelen find ich auch sehr lecker.
    Liebe Grüße, Nina

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    1. Ja, Nina, das mache ich! Es ergibt sich bestimmt bald wieder eine Gelegenheit, Seelen zu backen :-) Dann mach ich ein doppeltes Rezept, die erste Runde wird mit Leberwurst serviert und die zweite wird überbacken ;-)

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    2. Seelen gehen immer. Mir schmecken auch beide Varianten. Wobei Seelen eigentlich mit allem schmecken :-)

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