Sonntag, 19. Oktober 2014

Bits und So 400 - Schoko-Espresso-Torte mit Dekorbiskuit

Auch dieses Jahr gab es wieder eine fantastische Show im Münchner Gasteig zur 400. Folge von Bits und so, dem Technik-Podcast meiner Freunde Timo, Basti, Alex und Leo. Zur 300 und 350 hatte ich ja Club Mate-Kuchen kreiert, weil Club Mate so ein Hacker-Kultgetränk ist. Espresso enthält aber viel mehr Koffein als Club Mate und sämtliche Energydrinks, und ich wollte dieses Jahr einen Kuchen mit Schokolade machen, darum gab es eine Variante von Doros Schokotorte - mit Dekorbiskuit, was ich auch schon lange testen wollte! Dieses Jahr musste ich doch wieder das Logo verpixeln, aber es ging gerade so. ;-)
Natürlich durften auch die binären Kerzen nicht fehlen - wirklich praktisch und auch sehr umweltfreundlich! Hier zum Nachrechnen:
1*256+1*128+0*64+0*32+1*16+0*8+0*4+0*2+0*1= 400 oder 110010000
Zutaten:


Für den Dekorbiskuit, angelehnt an dieses Rezept:
6 Eigelb
20 g Puderzucker
60 g Milch
45 g Öl
100 g Mehl
5 Eiweiß
70 g Zucker (wenn man ihn nicht vergisst wie ich)
1 Eiweiß
20 g Puderzucker
Für den Schoko-Espresso-Kuchen, angelehnt an Doros Schokotorte:
500 g  Zucker
130 g Öl 
3 große Eier
380 g  Mehl
110 g Kakao
1 TL Backpulver
2 TL Natron
1 1/2 TL Salz
200 ml Espresso 

Für die Schoko-Buttercreme, angelehnt an Doros Schokotorte:
30 g Kakao
30 ml heißes Wasser
250 g Butter, Raumtemperatur
30 g Puderzucker
1 Pr. Salz
300 g Zartbitterschokolade, geschmolzen und etwas abgekühlt

1 Dose karamellisierte gezuckerte Kondensmilch (Dulce di Leche)
etwas Gelatinefondant zur Dekoration
schwarze Lebensmittelfarbe


Zubereitung:
Für den Dekorbiskuit:
Passende Schablonen spiegelverkehrt ausdrucken. Ein Stück Backpapier auf Blechgröße zuschneiden, in der Mitte falten und so auf die Schablone legen, dass der Mittenfalz das obere Ende des geplanten Tortenrands markiert.
Die Eigelb mit dem Puderzucker, der Milch und dem Öl schaumig schlagen. 
Ein Eiweiß mit 20 g Puderzucker zu Schnee schlagen. 2 EL von der Eigelb-Masse dazu geben. Eigentlich hätte man vorher noch das Mehl unter die Eigelb-Masse heben müssen, darum habe ich etwas Mehl (ca 1 EL) hinzugefügt.
Die Biskuitmasse mit einem Teigschaber unterheben und die schwarze Lebensmittelfarbe hinzufügen. 
Die schwarze Biskuitmasse in einen Spritzbeutel geben, eine kleine Ecke abschneiden und die Schablone nachfahren, ich habe mit den Äpfeln angefangen.
Nach der ersten Hälfte das Backpapier drehen und die andere Hälfte über die Schablone schieben. Den Ofen auf 200°C vorheizen.
Das Endergebnis sollten zwei spiegelverkehrte, rotationssymmetrische Hälften mit dem gewünschten Muster sein. 
 Das Backpapier auf ein Blech legen und ca. 1,5-2 min bei 200°C backen. 
Für die restliche Biskuitmasse die Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen (ich habe den Zucker vergessen), evtl. die Eigelbmasse nochmals aufschlagen, das Mehl und den Eischnee unterheben und die Masse auf dem gebackenen Schriftzug verstreichen, nochmals ca. 10-15 min backen, dann auskühlen lassen.
Für den Schoko-Espresso-Kuchen:
Den Backofen auf 180°C vorheizen und Backpapier in eine 24er-Springform klemmen. Zucker, Öl und Eier in einer großen Schüssel schaumig rühren. 
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel und zusammen mit dem Espresso unter den Teig rühren. 
Den dunklen Teig in die Springform geben und bei 180°C ca. 55-60 min backen, Stäbchenprobe machen. Den Kuchen auskühlen lassen, aus der Form nehmen und horizontal halbieren.
Den abgekühlten Dekorbiskuit umdrehen - das Muster sieht schon mal vielversprechend aus...
 ...und das Backpapier abziehen. Voilà, mein erster Dekorbiskuit! Ich bin sehr zufrieden damit :-)
Ich hatte vorher ausgerechnet, wie lang mein Dekorbiskuit sein muss, damit er um den 24er Kuchen herum reicht. Es war eng, darum hatte ich das Muster so angelegt, dass es an der Schnittkante weiterging und ich nur minimale Ränder abschneiden musste.
Für die verpixelte 400- genau 20 mal 20 Pixel - (Danke Timo, ich hatte doch letztes Jahr darum gebeten, nicht mehr verpixeln zu müssen!) habe ich Gelatinefondant ausgerollt und auf 15x15 cm zugeschnitten. 
Dann habe ich den verschiedenen Grautönen Nummern zugewiesen und das Muster mit schwarzer Lebensmittelfarbe auf Fondant übertragen. Ein bisschen künstlerische Freiheit ist ja wohl erlaubt! ;-)
Zum Zusammensetzen der Torte braucht man einen Tortenring, den man um den Dekorbiskuit und den unteren Kuchenboden klemmt. Leider war mein Dekorbiskuit zu kurz, ich glaube, er hat sich nach dem Backen zusammengezogen!
Für die Schoko-Buttercreme:
Für die Buttercreme die Butter schaumig rühren, währenddessen den Kakao mit dem heißen Wasser verrühren, die Mischung und den Puderzucker unter die Butter rühren und zuletzt Salz und geschmolzene Schokolade unterrühren. 
Auf den ersten Schoko-Espresso-Boden kommt eine Schicht Dulce di Leche aus der Dose, gefolgt von einer dicken Schicht Buttercreme. 
Ich habe noch ein paar Stücke vom Geradeschneiden des Kuchens in die Buttercremeschicht gekrümelt.
 Den zweiten Boden in die Form schichten und mit der übrigen Buttercreme bedecken.
Da mir klar wurde, dass der Dekorbiskuit zu hoch war, habe ich eine Reihe Schriftzug mit der Schere rundum abgeschnitten. Praktischerweise ergab das genau ein Stück von der Breite, die ich brauchte, um die Lücke im Rand zu schließen :-)
 Nun nur noch die Fondant-400 auflegen und 9 Kerzen in den Kuchen stecken.
Im Binären System reichen nämlich 9 Kerzen, um die Zahl 400 darzustellen, was ich sehr praktisch finde. 
 Da man nicht mal alle anzünden muss, kann man die Kerzen prima weiterverwenden :-)
Hier noch ein Anschnittsfoto - die Torte war schon ziemlich mächtig, ich konnte mein Stück kaum essen!
Der liebe Timo hat sich sehr gefreut und den Kuchen natürlich auch voll verdient, nach der tollen Show, die er und die Jungs da wieder hingelegt haben :-)

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