Sonntag, 25. Dezember 2016

Lebkuchenhaus Tipps und Variationen: Buntglas-Erker, Blumenkästen, zwei Häuser

Auch dieses Jahr habe ich wieder mit meiner Freundin Ramona und ihren Töchtern ein Lebkuchenhaus gebacken, recht ähnlich wie letztes Jahr das Lebkuchenhaus mit Buntglasfenstern, aber dieses Mal gab es einen ganzen, hier inspirierten Buntglaserker! Weils so schön war, hab ich das dann gleich noch mit den Schwestern und Nichten von meinem Freund Michael wiederholt, da haben wir aber zwei kleine Häuser gebacken, damit jede Nichte ihr eigenes Haus verzieren und ein Sternschnuppen-oder Raketen-Namensschild aufs Dach setzen konnte. Die Bilder, Maße, und Tipps und Tricks dazu sammle ich in diesem Blogpost. 



Zutaten: 
1,4 kg Lebkuchenteig
Bonbons ohne Füllung für die Fenster (Storck Campina, IceStorm Zitrone/Kirsch o.ä.)
große Bodenplatte, z.B. ein Tablett oder Blech

1 Eiweiß
250-350 g Puderzucker
ca. 600 g Gummibärchen zum Verzieren 
LED Teelicht(er)
Spekulatius für Schornstein und Blumenkästen
Mini-Smartes für Blumen

Tipps zur Zubereitung, Anleitung siehe Lebkuchenhaus mit Buntglasfenstern

1.) Teig zuschneiden: 
Teig in 2-3 Stücke teilen und ca. 7 mm dick direkt auf einem Blatt Backpapier ausgerollt, damit wir die Teile später nicht mehr herumheben müssen, denn dabei verziehen sie sich leicht. Beim Ausrollen kann man eine Silikonmatte unterlegen, damit das Backpapier nicht rutscht. Dabei die Teile so ausschneiden, dass etwas Platz zwischen den Stücken ist! Ein Meterstab oder langes Lineal ist dabei hilfreich, ein Geodreieck für den rechten Winkel lasse ich aber meistens weg.
Die Maße für ein großes Haus: 
2 Seitenwände, 12 x 24 cm
2 Dachplatten, 15 x 27 cm
2 Hausfronten bestehen aus einem Rechteck 18 x 12 cm und einem Dreieck, das unten 18 cm breit und 9 cm hoch war


Die Maße für zwei etwas kleinere Häuser, die gleich viel Teig brauchen wie das große, sind nur ca. 1 geteilt durch Wurzel 2 so groß, zum Rechnen ist es aber leichter, von allen Längen ein Drittel abzuziehen, also: 
2 Seitenwände, 8 x 16 cm
2 Dachplatten, 10 x 18 cm
2 Hausfronten bestehen aus einem Rechteck 12 x 8 cm und einem Dreieck, das unten 12 cm breit und 6 cm hoch war


Bei beiden Varianten bleibt noch genug Teig übrig, um Verzierungen auszustechen.


2.) Bonbonfenster

Für die Buntglasfenster kleine Rechtecke oder Sprossenfenster mit einem Messer ausschneiden oder in Stern-, Herz-, Kronen oder sonstiger Form ausstechen und Bonbons hinein legen (Spekulatius-Blumenkästen, s.u., funktionieren unter geraden Fenstern). Die Bonbons schmelzen beim Backen und werden durchsichtig und glatt. Dieses Mal hatten wir nur Nimm-2 artige Bonbons mit Füllung und ich hatte mir Sorgen gemacht, dass die nicht ordentlich hart werden, darum haben wir meine IceStorm Hustenbonbons genommen. 
Verschiedene Bonbons führen zu schönen Farbübergängen. Die Nimm-2 Bonbons haben wir dann aber auch mal getestet und die haben auch funktioniert!

3.) Buntglaserker
Meinen hier inspirierten Buntglaserker habe ich etwas gefreestylt, und einfach 3 Rechtecke in Seitenwandhöhe mit 6 cm Breite ausgeschnitten, und dazu passende 3 Dreiecke mit 6 cm breite und ca. 9 cm Höhe, und hinten ein breiteres Dreieck für das hintere Erkerdach. 
Weil das Dach etwas übersteht an der Stelle, wäre es wahrscheinlich besser, an der Stelle etwas vom Dach auszuschneiden. 
Da mir eines der Buntglaserker-Wandstücke heruntergefallen und in x Stücke zerbrochen ist, hatte der Erker dann doch nur 2 Seiten, was auch etwas einfacher zusammen zu setzen war. Die Dreiecke für die Spitze erforderten dennoch sehr viel Royal Icing!

4.) Deko-Aufsteller
Ich hatte die Idee zuerst bei den Bäumen, einige Bäume längs zu halbieren, um die Bäume besser zum Hinstellen zusammen zu setzen. 
Das Prinzip funktioniert mit einem rechtwinkligen Dreieck natürlich auch für Katzen, Teddybären und Lebkuchenmänner! Bei den Bäumen funktioniert es ohne Stamm eigentlich auch besser, dann ist die Standfläche größer.
Wenn man mit einem Plätzchenstempel Namen der Haus-Eigentümer einstempelt, kann man eine Rakete oder Sternschnuppe mit Namen auf den Giebel des Hauses setzen. Dafür und fürs Aufstellen der Aussteller braucht man viel Royal Icing - ein Rezept Royal Icing reicht normalerweise ganz genau für ein Teigrezept, auch wenn es immer knapp aussieht, bleibt für den Zucker-gepflasterten Weg ins Haus am Schluss doch noch genug übrig.

4.) Beleuchtung
Das Loch für die Tür ist ganz wichtig, damit man das Teelicht nachher auch ins Haus bekommt ;-) Dabei muss man bedenken, dass die LED Teelichter eine "Flamme" aus Kunststoff haben und nicht vertikal durch die Tür gerollt werden können wie normale Teelichter. Beim Buntglaserker-Haus haben wir das Problem so gelöst, dass wir das Teelicht angeschaltet ins Haus eingebaut haben und es einfach eine Woche brennen ließen, da die Dinger wirklich lange halten. Man könnte es notfalls auch zur Tür navigieren und versuchen, es mit dem Finger auszuschalten, obwohl es mit der eingeklebten Haustür dann schon sehr eng ist. Oder gleich eine Lichterkette einbauen und den Schalter nach draußen legen ;-)

5.) Blumenkästen, Schornstein und Türrahmen aus Spekulatius
Diese Idee habe ich bei einem anderen Lebkuchenhausbäcker gefunden und für sehr hübsch befunden. Aus Spekulatius-Stücken kann man wunderbar Stücke schneiden, die unter rechteckigen Fenstern als Blumenkästen angeklebt werden können. Gefüllt mit Minismarties, bzw. "winterharten Blumen", machen sie sich sehr hübsch! :-) Für den Schornstein braucht man zwei schräge und zwei rechteckige Stücke, von denen eines kürzer sein muss als das andere. Den Schornstein erst mit Royal Icing zusammenkleben, dann auf dem Dach festkleben und erst dann das Dach mit Gummibärchen decken!
Bevor man die Spekulatius-Stücke um die Tür klebt und auch die Tür einsetzt, sollte man das LED-Teelicht schon im Haus haben, s. Beleuchtung. 

Der Bloggernachwuchs ist übrigens gesichert! ;-)
Frohe Weihnachten allerseits! :-)
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