Sonntag, 19. Januar 2020

Linsen und vegane Spätzle

Ich hab ja schon mehrfach Spätzle in meinem Blog, weil ich die einfach sehr liebe. Als wir zum ersten Mal Linsen und Spätzle gemacht haben, haben wir auch eine vegane Alternative mit VegEgg versucht, die sehr spektakulär wurde... Das wollten wir jetzt nochmal verbessern, mit etwas mehr Recherche vorab! Seit meinen letzten Käsespätzle-Blogpost hab ich auch Erfahrung im Spätzle Schaben mit diesem kultigen Video gesammelt, als meine Schwester und ich in Barcelona Käsespätzle von einem kg Mehl für unsere spanischen Freunde gemacht haben, allerdings ist mir die Presse immer noch wesentlich lieber! Für vegane Spätzle hatte ich mehrere Optionen recherchiert, mit Johannisbrotkernmehl, aber die sahen noch schlimmer aus als unser erster Versuch, mit Sojamehl dito, aber hier fand ich eine gute Beschreibung mit drei Optionen ohne Ei. Auch dieses und dieses Rezept sahen inhaltlich und optisch gut aus, und hier gabs dedizierte Tipps!
Zutaten:
400 g Mehl
80 g (4 geh. EL) Hartweizengrieß (für die Bissfestigkeit)
4 TL Öl (für die glatte Oberfläche)
500 ml Sprudelwasser
1 Prise Salz
1/2 TL Kurkuma (optional für die Farbe)
1/2 TL Kala Namak (optional für den Ei-Geschmack, hatten wir nicht)



ca. 3 l Salzwasser zum Kochen
1 EL Öl fürs Wasser

1 Dose (800 g) Linsen mit Suppengrün

30 g Margarine
1 EL Mehl
200 ml Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer 


Essig n. B.


Tofuwürstchen
optional Wiener Würstchen für die Fleischesser
Zubereitung: 
Als wir zum ersten Mal Linsen und Spätzle gemacht haben, haben wir auch eine vegane Alternative mit VegEgg versucht, die sehr spektakulär wurde. Ich denke, es war zu viel VegEgg, was dazu geführt hat, dass die Masse nicht Spätzle-förmig aus der Presse kam, sondern sich unter jedem Loch eine Kugel bildete, die immer größer, aber nicht länger wurde, bis sich alle Kugeln wieder zu einer soliden Masse verbanden. Wir haben dann noch Wasser, und dann nochmal Mehl dazu getan, und am Ende schon Spätzle herausbekommen, die sahen aber recht schleimig aus, obwohl sie gut geschmeckt haben. 
Für Versuch 2 für vegane Spätzle hatte ich daher mehrere Optionen recherchiert, mit Johannisbrotkernmehl, aber die sahen noch schlimmer aus als unser erster Versuch, mit Sojamehl dito, aber hier fand ich eine gute Beschreibung mit drei Optionen ohne Ei. Auch dieses und dieses Rezept sahen inhaltlich und optisch gut aus, und hier gabs dedizierte Tipps, nämlich Hartweizengrieß für die Festigkeit, Kurkuma für die Farbe, und Öl für die glattere Oberfläche, macht für mich pro Person 100 g Mehl, 50 g Sprudelwasser, 1 EL Hartweizengrieß, 1 TL No Egg oder 1/2 TL Öl.

Die Zubereitung ist analog zu den Spätzle mit Ei: 
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und gut miteinander verrühren. 
Der Teig sollte zähflüssig vom Löffel reißen. Da es ja ein Experiment war, hatten wir das Öl und das Kurkuma erst noch vergessen eh weggelassen.
 Das Kurkuma unterrühren.
Ich habe den Farbunterschied kaum bemerkt, aber es macht ja auch nicht viele Umstände. Das Öl hatten wir auch erst nachträglich untergerührt, man sieht es auf diesem Bild noch auf dem Teig.
 Untergerührt sieht man keinen Unterschied, aber nun war alles drin :-)
 Der Teig hatte eine sehr gute Konsistenz, genau wie der Spätzleteig mit Ei!
Gesalzenes Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Teig durch eine Spätzlepresse in das kochende Wasser pressen. 
Optional mit einem Messer abstreichen oder die Spätzlepresse immer ordentlich auf die Schüssel ablegen zum wieder befüllen. Sobald die Spätzle an der Wasseroberfläche schwimmen, kann man sie mit einem Schaumlöffel abschöpfen.
Die fertigen Spätzle dürfen in einem Sieb abtropfen. Ich fand, dass sie sehr heiß aus dem Topf noch etwas weich zu kauen waren, aber sobald sie etwas abgekühlt waren, konnte ich sie kaum noch von Spätzle mit Ei unterscheiden :-)
Parallel für die Linsen eine dunkle Einbrenne machen, dieses Mal mit Öl statt mit Butter, das geht auch, dafür Öl erhitzen, das Mehl darin anschwitzen und unter stetigem Rühren etwas bräunen lassen.
Die Einbrenne dann mit etwas Brühe ablöschen und die Linsen aus der Dose hinzu geben, mit Salz, Pfeffer und evtl. Brühe abschmecken, und unbedingt noch einen Schuss Essig dazu geben, das vergesse ich gerne!
Nach Belieben mit Tofu Würsten oder Wiener Würstchen (Saiten) genießen, die Würstchen kann man gut in der Mikrowelle warm machen, wenn man sie nicht in die Linsen geben will. 
Linsen und Spätzle isst man am besten aus Suppentellern. Auch auf dem Teller kann man sich nach Belieben noch einen Schuss Essig hinzufügen!
 Guten Appetit!

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