Donnerstag, 25. Juni 2020

Weizenbrot mit Lievito Madre im Schmortopf

Wie bei meinen verschiedenen Ciabatta-Lievito-Madre Posts geschrieben, habe ich ja eine feine Lievito Madre am Start und backe darum regelmäßig Brot. Außerdem habe ich mir ein cooles Brotback-Set bestellt, mit einem Gärkörbchen, das ich schon immer mal habean wollte, und einem Rasierklingenmesser für das sogenannte "Scoring", mit dem man theoretisch die schönsten Muster in Brote ritzen kann. Außerdem habe ich bei Thorstens Mama einen wunderschönen Schmortopf entdeckt, und da ich immer wieder lese, dass man darin so toll Brot backen kann, habe ich mal mit einem einfachen Lievito-Madre-Weizenbrot Rezept losgelegt, allerdings habe ich etwas Hefe dazugegeben.

Zutaten (für einen 1 kg-Laib):
100 g Lievito Madre, gefüttert
590 g Weizenmehl, Typ 550
350 g bis 380 g Wasser
13 g Salz
5 g Hefe

Zubereitung:

Die Lievito Madre ca. 2 Stunden vor dem Ansetzen des Teiges mit 100 g Mehl und 50 g Wasser verkneten (füttern) und 100 g davon bei Zimmertemperatur stehen lassen, den Rest wieder in den Kühlschrank packen.

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, ich habe es hier mit der Hand gemacht. Den Teig ca. 2 h gegehen lassen und gelegentlich mit der Hand dehnen und falten, dabei nach jeder Faltung die Schüssel um 90 Grad drehen.

Wenn der Teig ordentlich gegangen ist, bei mir war es fast schon ein bisschen viel, als ich wieder nach dem Teig sah...

..wird es Zeit für das neue Gärkörbchen, das sogar ein passendes Leintuch mit Spanngummi besitzt, und optional den Rasiermesser-Schneider.

Ich habe das Leintuch ins Gärkorbchen gespannt (ein normales sauberes Küchentuch ginge natürlich auch) und mit Mehl ausgestreut.

Dann wird das Brot rund gewirkt, so dass die Falte unten zu liegen kommen, indem man es mit den Händen dreht und dabei den Teig nach unten schiebt.

Dann wird die Teigkugel mit der Nahtstelle nach oben ins Gärkörbchen gelegt.

Ich habe den Schmortopf und Deckel nicht vorgeheizt, sondern nur den Ofen auf 250 °C vorgeheizt.

Nach ca. einer Stunde ist der Teig im Gärkörbchen nochmal schön aufgegangen. Ich habe den Schmortopf vorsichtshalber mit etwas Backpapier ausgelegt.

Dann habe ich den Teig schwungvoll in den Schmortopf gekippt und mit dem Backpapier etwas zureckt geschoben.

Zuletzt habe ich zwei wunderschöne Ähren mit dem Rasiermesser eingeritzt, so dachte ich wenigstens.

Der Topf kommt bei 250°C in den Ofen und die Temperatur wird direkt auf 230°C heruntergeschaltet. Das Schwaden mit Wasser oder das Hinzufügen eines Wassergefäß mit Wasser kann man sich Dank des geschlossenen Topfs, der den Dampf einbehält, sparen, die Kruste wird trotzdem sehr schön. Ich habe das Brot anschließend bei geschlossenem Deckel ca. 40 Minuten gebacken. Optional könnte man es danach noch bei geöffnetem Deckel weiter bräumen, aber ich fand es schon perfekt so!

Das Brot auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen.

Ich glaube, dieses Brot war mein bisher beliebtestes im Haus. Es war sehr fluffig, durch die zusätzliche Hefe, und echt lecker!

Guten Appetit!

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