Mittwoch, 26. Juni 2013

Rhabarber-Likör

Vor einiger Zeit hatte meine Freundin Bianca die Idee, ein Dr. Oetker Backabo abzuschließen. Ich habe natürlich mitgemacht und seither bekommen wir ab und zu lustige Produkte und die Zeitschrift "Gugelhupf". Dieses Rezept für Rhabarberlikör war in einer Ausgabe enthalten und als wir feststellten, dass wir den beide unabhängig voneinander an einem schönen Mai-Wochenende machen wollten, beschlossen wir, das gemeinsam zu tun. So war es natürlich auch viel lustiger als alleine! :-) Der Likör sollte eigentlich 3 Wochen ziehen, da wir aber deutlich länger gebraucht haben, um einen Termin zur Verkostung und Verpackung zu finden, wurden es ein paar Wochen mehr - was dem Likör aber nicht geschadet hat - der ist der Hammer! :-)

Montag, 24. Juni 2013

Profiteroles

Mitten in der letzten Hitzewelle wollte ich mal wieder Schoko-Macarons für meinen lieben Kollegen Josef machen (einfach so, und weil er mich und mein Rennrad mal wieder aus einer blöden Situation gerettet hatte ;-)). Außerdem hatten wir ein Déjeuner Français, ein französisches Mittagessen zur Auffrischung des Schulfranzösisch mit den französischen Kollegen, wo Macarons natürlich auch immer sehr beliebt sind. Allerdings war es dann dermaßen heiß, dass ich keine Lust mehr auf Macarons hatte und auch befürchtete, dass mir die Ganache darin komplett davon schmelzen würde. Das einzige andere französische, kleine, locker-fluffig-leichte und handliche Dessert, das mir einfiel, waren Profiteroles nach diesem Rezept, und da ich irgendwann mal einen Croquembouche backen will, war das auch noch eine gute Gelegenheit zu üben!
Bei 25°C am späten Abend habe ich also die Profiteroles gebacken, sie am nächsten Morgen  schlicht mit Sahne gefüllt und bei der kühlsten Temperatur des Tages von 20°C auf dem Fahrrad heil zum DLR transportiert. Jippie!

Donnerstag, 20. Juni 2013

Iron Man Pauls Müsliriegel

Im April habe ich mich zusammen mit einigen Kollegen für das DLR zum Wörthsee-Triathlon angemeldet. "Triathlon" klingt krasser, als es ist, wir machen nämlich einen Volkstriathlon als Staffel, d.h., ich muss nur radeln und auch nur 20 km. Trotzdem trainiere ich fleißig dafür, damit ich nicht gerade die letzte sein werde! Außerdem sind meine Staffelkollegen Alex und Michael beide sehr fit und ich will sie natürlich nicht aufhalten ;-)
Glücklicherweise habe ich sowohl Freunde als auch Kollegen, die totale Fahrrad-Experten sind und mich prima beim Kauf eines Rennrads, der zugehörigen Klickschuhe und sonstigen Entscheidungen beraten haben. Außerdem trainieren sie immer ganz begeistert mit mir, obwohl sie dauernd auf mich warten müssen, vor allem, wenn es bergauf geht ;-) Von Paul, einem mehrfachen Iron-Man-Teilnehmer, habe ich zusammen mit diversen Trainingsplänen dieses Müsliriegelrezept bekommen (er hatte es von einer Heilpraktikerin namens Sonja Bierbaum) - mit dem Hinweis, dass er dafür gerne mal Versuchskaninchen wäre. Für eine Ammerseeumrundung mit den krassen Radl-Kollegen hab ich die Riegel also gleich mal gebacken. Wir werden sehen, ob sie Paul und den anderen schmecken!

Mittwoch, 19. Juni 2013

Schokoladige Tartelettes à l'Orange

Seit ich die Tarte au Citron beim "Great British Bake Off" gesehen habe, wollte ich diese backen. Als ich allerdings am Wochenende bei meinen Eltern war, entdeckte ich, dass das kleine Orangenbäumchen voll von total niedlichen kleinen Babyorangen war. Die schmecken ziemlich sauer, riechen aber total lecker orangig und weil sie so klein sind und die Schale so dünn ist, kann man die Schale mitessen wie bei Kumquats
Ich hatte kurz davor gelesen, wie jemand Fliederblüten kandiert hat, und kam auf die Idee, dass saure Orangen doch der perfekte Kandidierkandidat wären - normalerweise sind mir kandierte Früchte nämlich immer viel zu süß! Also kamen die Baby-Orangen mit nach München und wurden hier kandiert. Als ich dann auch noch einige Saftorangen in meiner Bio-Kiste vorfand, ging spontan ich das Projekt "Tarte à l'Orange" an. Weil ich mal wieder gerne verschiedene Dekorationen testen wollte, habe ich lieber 4 kleine Tartelettes als eine große Tarte gebacken. Der Teig für den Boden ist von meiner Rhabarber-Schokotarte, die Füllung von Mary Berrys Tarte au Citron, nur mit Orangen statt Zitronen. Nächstes Mal würde ich vielleicht etwas weniger Zucker nehmen, weil die Orangen ja süßer sind als Zitronen. Aber außer mir hat das keinen gestört...

Dienstag, 18. Juni 2013

Bananen-Schoko-Muffins mit Cashew-Nüssen

Vor kurzem waren mal wieder Muffins für meine Kollegen fällig und ich habe mich für ein früher schon öfters gebackenes Rezept entschieden: die Bananen-Schoko-Muffins. Weil ich allerdings etwas spät dran war mit dem Backen, habe ich ein paar Zutaten ausgewechselt, und ich muss sagen, die dabei entstandenen Muffins finde ich noch besser als das Original! Endlich habe ich auch reproduzieren können, was ich so bei den Muffins in unserer Cafeteria schätze, die kleinen beige-braunen Stückchen, die ich erst für Karamell hielt und in den Marmormuffins nachzubacken versucht hatte, die aber eigentlich einfach gehackte Schokostückchen von weißer Schokolade sind! Die karamellisieren beim Backen etwas, vor allem, wenn sie obenauf liegen...lecker!

Montag, 17. Juni 2013

Apfel-Rosen-Tarte mit Zimtschneckenboden

Ich glaube, diese hier war die erste Apfel-Rosen-Tarte, die ich entdeckt habe, und es war sofort klar, dass ich die bei Gelegenheit backen muss. Diese Gelegenheit kam dank meiner Freundin Lucia, zu deren Hochzeit ich gleich zwei Kuchen mitbringen durfte :-)
Denn was passt schon besser zu einer Hochzeit als Rosen? OK, vielleicht Hochzeitserdbeeren ;-)
Ich hatte die Idee, meine Zimtschnecken als Boden zu benutzen, da Zimt ja auch prima zu Äpfeln passt, das hat soweit auch ganz gut funktioniert, aber natürlich kann man die Tarte auch mit einem normalen Mürbteig wie bei der Rhabarbertarte backen!
Für die Apfelrosen habe ich verschiedene Rezepte gefunden. Zunächst kann man sie aus Apfelschalen bzw. komplett in "Schalen" geschnittenen Äpfeln oder aus Apfelscheiben konstruieren. Ich fand den Ansatz mit den Scheiben hübscher, vor allem weil das bei roten Äpfeln Rosen mit rosa Blütenblatt-Rändern ergibt, außerdem war mir das Verfahren einleuchtender!
Bei der Benutzung von Apfelscheiben gab es den Ansatz, die Scheiben zu erhitzen oder einfach in Ginger Ale einzulegen - das habe ich auch getestet und es funktioniert überhaupt nicht, weil die Äpfel davon nicht weich werden und sich nicht rollen lassen. Wunderbar funktioniert hat bei mir, wie in diesem Rezept einen Sirup zu kochen und dann die Apfelscheiben hinzuzufügen, da werden sie genau richtig weich und lassen sich schön rollen, außerdem diffundiert die rote Farbe etwas in Fruchtfleisch, so dass der ganze Apfel einen zarten Rosahauch bekommt. Très chic! Martha hat's halt drauf. ;-)

Samstag, 15. Juni 2013

Joghurt-Schnitten mit Hochzeitserdbeeren

Zur Hochzeit meiner Freundin Lucia durfte ich mich mal wieder ein bisschen fürs Kuchenbuffet austoben, und so konnte ich gleich zwei Dinge ausprobieren, die ich schon lange auf meiner Liste hatte: die Hochzeits-Erdbeeren und die Apfel-Rosentorte! Die Hochzeits-Erdbeeren finde ich wirklich toll, weil sie ganz einfach zu machen sind und so niedlich aussehen. Für darunter habe ich einen schlichten, leichten Biskuit-Joghurtkuchen gemacht, das Rezept für diese Joghurt-Schnitten ist von Chefkoch.de und wurde schon vor ein paar Jahren mehrmals von mir getestet, damals mit Mandarinen, aber ich fand, das man diese gut durch Erdbeeren ersetzen kann. Ich habe extra einen Testkuchen gebacken, weil ich nicht sicher war, wie viel vorher ich die schokolierten Erdbeeren schon auf den Kuchen legen kann, ohne dass die Schokolade weich wird. Das Experiment hätte ich mir allerdings sparen können, weil mir dann klar wurde, dass der Deckel nicht mehr auf die Transportform passt, wenn die Erdbeeren auf dem Kuchen liegen, und ich sowieso beides getrennt transportieren und vor Ort zusammensetzen muss! Trotzdem war das Testbacken mit Clara und Ramona sehr lustig ;-)

Freitag, 31. Mai 2013

Birnen-Schoko-Tarte (ohne Butter und ohne Mehl)


Meine Tarte-Phase dauert immer noch an (die neue Tarte-Form ist auch schon bestellt, aber noch backe ich mit der alten) und zu einer Feier am Wochenende wollte ich unbedingt eine Birnen-Schoko-Tarte machen. Ich habe mich für dieses Rezept (englisch) entschieden, das ich auf Pinterest gefunden hatte, auch wenn ich gerne mal dieses Rezept mit in Cidre pochierten Birnen testen werde! Da ich schon länger mal ausprobieren wollte, Butter im Kuchen durch Bananen zu ersetzen, habe ich das an dieser Stelle getestet. Die Tarte schmeckte schon etwas nach Banane und löste sich natürlich noch schlechter als sowieso schon aus meiner "Lieblingsform", da kein Fett im Teig war. Dafür war sie etwas früher fertig und durchaus lecker! Ich werde das auch in Zukunft mal wieder probieren!

Dienstag, 28. Mai 2013

Rhabarber-Schoko-Tarte

Bei der Recherche nach dem Rezept für meine letzte Rhabarbertarte bin ich auch über dieses Rezept gestolpert: eine Rhabarbertarte mit Schokolade! Ich fand es eine hervorragende Idee, beides zu kombinieren, und weil mein bester Freund Fabian (auch ein großer Schokoholic) gerade zu Besuch in München weilt, hatte ich auch schon wieder einen guten Grund zu backen ;-)
Natürlich habe ich mich wie immer nicht genau ans Rezept gehalten, sondern der Einfachheit halber das Teig-Rezept meiner letzen Rhabarbertarte mit Kakao abgewandelt. Auch diese Tarte habe ich in meinen furchtbar unpraktischen Tarteform gebacken, weil ich noch keine neue habe. Ich habe es aber kurzzeitig geschafft, Teile des blind gebackenen Mürbteigbodens zu stürzen - leider nur Teile, weswegen ich die Teile schön wieder zurück in die Form gelegt, gefüllt und die Tarte doch aus der Form serviert habe!

Samstag, 25. Mai 2013

Rhabarber-Tarte mit Eierlikörcreme

Meine Rhabarberphase geht gerade erst richtig los und hat zudem noch eine Tarte-Phase ausgelöst, seit ich diese Rhabarber-Tarte auf Pinterest entdeckt habe. Ich fand das sehr schick mit den ganzen Stangen (und überdies so einfach :-)), auch wenn einer meiner Kollegen gefragt hat, ob ich eine Würstel-Tarte gebacken hätte (allerdings war das von weitem und unter dem Deckel auch nicht so gut zu erkennen, ich habe ihm also verziehen ;-)). Diese Art, den Rhabarber auf die Tarte zu bringen, fand ich auch sehr schick, und weil ich etwas Teig übrig hatte, gabs noch zwei solche Tartelettes. Ich wollte damit auch mal wieder meine Tarte-Formen testen - die kommen noch aus einem Backset, das ich vor einigen Jahren zu Beginn meines Studiums gekauft habe. Damals gabs noch keine Silikonformen oder diese praktischen Tarte-Formen mit Einlegebogen, und weil meine Biskuit-Obstböden aus dieser Form immer etwas zerfleddert aussahen (wie z.B. bei dieser Blaubeer-Tarte), hab ich sie irgendwann nicht mehr benutzt. Ich dachte, Mürbteig geht vielleicht besser und ich teste das noch mal, aber es ist mir noch nicht gelungen, den ganzen Kuchen am Stück aus der Form zu bringen - wenn man Stücke schneidet, bekommt man die gut raus, aber das verkratzt halt wieder die Form! Naja, demnächst muss eine neue mit Einlegeboden her.
Ich habe das Rezept für den Teig von der ersten Tarte benutzt, die Füllung aber getreu meinem Motto "nie wieder Puddingpulver-Päckchen" selbst gemacht. ;-)

Dienstag, 21. Mai 2013

Rhabarberkuchen mit Nussbaiser und Rhabarbertörtchen

Diesen Kuchen habe ich ziemlich genau vor 7 Jahren zum ersten Mal gemacht, als ich das Rezept von meiner Freundin Bianca bekommen habe. Sie hat es aus einem Backbuch des "Katholischen Frauenbund Eitensheim" von ihrer Mama, und ich hatte dieses Jahr mal wieder Lust auf diesen Kuchen ;-) 
Den sauren Rhabarber in die süße Baisermasse zu geben halte ich für eine geniale Idee! Allerdings kann man so die Baisermasse nicht mit einem Spritzbeutel auftragen, was auch wieder schade ist - darum habe ich noch ein paar Rhabarber-Törtchen gemacht, bei denen ich das Baiser spritzen konnte. Dadurch ergab sich auch der Goldtröpfchen-Effekt, den ich von der Goldtröpfchen-Torte, ein weiteres Rezept von Gaby, das irgendwann noch in den Blog kommen soll, schon kenne und schätze.

Montag, 20. Mai 2013

Pain Paillasse

Dieses Rezept ist von Silvia von Candid Moments. Seit der vorletzten #PamK-Aktion hatte ich mir vorgenommen, es zu backen, was ich dann neulich recht spontan zum Weintrinken mit einer Freundin auch geschafft habe. Eine französische Kollegin von mir meinte, sie kennt kein Brot, das so heißt, was mich sehr verwundert hat - es klingt doch sehr französisch! Mittlerweile hat Google das Rätsel gelöst: es ist es ein Schweizer Brot, kein Französisches! Der Name scheint von geflochtenen Strohkörben zu kommen, die früher benutzt wurden, um das Brot zu lagern und zu transportieren. Auf deutsch nennt man diese Art Brot Wurzelbrot aufgrund seines Aussehens. Ich habe Trockenhefe statt Frischhefe wie in Silvias Rezept benutzt und würde nächstes Mal etwas weniger Salz benutzen. Lecker war's!

Samstag, 18. Mai 2013

Rhabarber-Sirup

Die liebe Silvia von Candid Moments hat kürzlich Bilder von Fliedersirup gepostet, was mich ganz neidisch gemacht hat, denn ich habe Fliedersirup letztes Jahr entdeckt und würde ihn auch liebend gerne wieder machen, nur dass bei uns in München noch praktisch kein Flieder blüht! Von Holunder ganz zu schweigen, meine Referenzholunder auf der Radlstrecke sind alle noch lange nicht so weit, nur der doofe Schneeball blüht. Aber: es gibt Rhabarber! Ich hatte vor ein paar Jahren mal Rhabarbersirup nach einem Rezept von Chefkoch.de gemacht und fand das perfekt, um all meinen hübschen und liebevoll gesammelten Fläschchen mal wieder aufzufüllen! Jedesmal, wenn ich Sirup mache, überlege ich erneut, wie viel Zucker rein muss, um für eine gute Konservierung zu sorgen. Mein Fliedersirup, der Holunderblütensirup und der Holunderbeerensirup halten immer sehr gut, mindestens ein Jahr, mit einem Zucker-Flüssigkeitsverhältnis von ca. 1:1 oder weniger Zucker. Die Zitronensäure konserviert natürlich auch!

Freitag, 17. Mai 2013

Schwedische Arrack-Rollen (Punschrullar)

In Nordschweden, genauer gesagt in einem tollen Hotel in der Nähe des Abisko-Nationalparks, haben Ingrid und ich die Bekanntschaft von schwedischen Arrack-Rollen gemacht. Wir waren begeistert! Wir hatten vier verschiedene lokale Süßigkeiten im Test (die anderen hießen Chocolate Kiss, Chokladböllar und Cloudberry-Kiss) und fanden die Punschrolle am besten. Punsch ist ein schwedischer Likör auf Basis von Arrack, daher die unterschiedlichen Namen. Bei der Recherche habe ich gelernt, dass es zusätzlich zu dem mir bekannten und auf Sri Lanka produzierten Kokos-basierten Arrack auch noch einen Anis-basierten Arak in arabischen Ländern gibt! Ich bin ja kein großer Freund von Anis, insofern habe ich nichts verpasst durch mein Unwissen ;-) Aber mit Arrack werde ich in Zukunft sicher öfter backen!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Sri Lanka Macarons mit Schwarztee und Zitronenganache

Zum Sri Lankischen Neujahrsfest wollte ich dieses Jahr etwas typisches und doch neues backen. Als ich zuletzt die Macarons in Ostereiform gemacht habe, kam mir der Gedanke, dass die Form der Insel Sri Lanka ja eigentlich auch ungefähr ein Ei ist und dass eine genauere Kontur nicht mehr sooo viel schwieriger sein dürfte als z.B. die Bärchen-Macarons, also hab ich das mal ausprobiert! Sri Lanka (Ceylon) ist unter anderem die Heimat des Schwarzen Tee, also dachte ich an Macarons mit Tee und einer weißen Zitronenganache als Füllung. Tee-Macarons hat natürlich auch schon jemand vor mir gemacht, daher wusste ich, dass es funktionert und hübsch aussieht mit den kleinen schwarzen Pünktchen :-)
Eine gute Idee fand ich auch, die Füllung mit einer Art Pudding aus den übrigen Eigelb und Honig zu machen, wie in diesem Video beschrieben, das teste ich nächstes Mal! Auch dunkle Ganache hätte gut gepasst, aber ich war mir nicht sicher, ob dabei nicht die Zitrone geschmacklich untergeht...

Sonntag, 5. Mai 2013

TEXUS-50 Biskuit-Roulade

Die "Hauptattraktion" bei meiner Dienstreise zum Polarkreis waren ja die geplanten Starts der Höhenforschungsraketen TEXUS 50 und 51. TEXUS 50 ist am 12.04.2013 erfolgreich gestartet, TEXUS 51 musste leider verschoben werden. Darum gab es auch nur eine TEXUS 50 Biskuitrolle ;-)
Anfangs hatte ich geplant, eine einzige Biskuitrolle zu backen, aber es wurde schnell klar, dass das die Größenverhältnisse grotesk verzerren würde - schließlich ist die Rakete, eine VSB-30, über 12 Meter lang bei einem Durchmesser von unter einem halben Meter!
 Bild: Rainer Kirchhartz, DLR
Meine Lösung, vier Biskuitrollen zu backen und nebeneinander zu legen, kam dem Original schon näher, war aber immer noch nicht wirklich maßstabsgetreu. Dafür konnten alle Projekt-Beteiligten davon essen und 8 Biskuitrollen statt 4 wäre ja doch ein wenig extrem geworden...;-)
Die Nutzlast trug einen hübschen weißen Schriftzug mit einer goldenen 50.
Das nächste Bild zeigt jeweils die erste und zweite Stufe für TEXUS 50 und 51. Man beachte die unterschiedlich farbigen Finnen!
Foto: Klaus Lohn, DLR
Hier haben die beiden Stufen schon ihre "Kriegsbemalung" auf - die hab ich dann aber zeitlich nicht mehr geschafft, auf meinen Kuchen zu malen ;-)
Foto: Nadine Perera, DLR
So sieht es dann aus, wenn die beiden Stufen schon in der Startrampe stehen und die Nutzlast oben drauf gehoben wird. Ähnlich wie bei meinem Kuchen ist es nicht einfach, die Original-Rakete in voller Länge auf ein Bild zu bekommen!
Foto: Klaus Lohn, DLR
Die Tatsache, dass die Nutzlast (der rote Teil) dünner ist als die Stufen (die beiden orangenen Teile mit den Finnen) habe ich, wie ich finde, sehr praktisch gelöst, indem ich eine Biskuitrolle von der langen Seite des Bleches her aufgerollt habe, was eine lange, schmale Rolle ergab, und zwei Biskuitrollen von der kurzen Seite des Blechs, was zwei kürzere, dickere Rollen ergab. 
Bild: Rainer Kirchhartz, DLR
Wie bei der echten Rakete brauchte ich darum einen Motoradapter, der beide Teile verbindet, dafür habe ich einen Teil der vierten Rolle schräg aufgerollt. Den anderen Teil der vierten Rolle habe ich schräg aufgerollt und zurecht geschnitten, um die Spitze zu bilden. Die Finnen, die Düse und die Spitze sind aus Marzipan geformt.

Donnerstag, 18. April 2013

Umfrage: Was backe ich im Fernsehen?

Meine lieben Blog-Leser, ich brauche dringend Eure Hilfe! 
Ich wurde gefragt, ob ich bei einer neuen Backsendung auf VOX mitmachen will, wo Hobbybäcker gegeneinander und miteinander backen, dabei sollen hübsche und leckere Backwerke entstehen. :-)) Natürlich habe ich gerne zugesagt und freue mich schon sehr darauf!
Irgendwie ging alles ganz schnell und jetzt wird das Kamerateam schon nächste Woche bei mir zuhause vorbeikommen; Ende Mai soll ich dann schon im Studio backen! Dafür muss ich noch möglichst fix zwei meiner Lieblingsrezepte aussuchen und einreichen und ich kann mich mal wieder nicht entscheiden! 
Die Rezepte sollen innerhalb von 2 Stunden zu backen sein, was die Auswahl schon mal etwas eingeschränkt hat, aber für die übrige Entscheidungsfindung brauche ich Euch:
Welche zwei Rezepte soll ich auswählen? Was könnte den Juroren gefallen?

Ihr könnt Eure Wahl bis Sonntag, den 21.04. unten in dem Umfragekästchen anhaken, auch mehrere Haken sind möglich. Natürlich dürft Ihr mich auch gerne ausführlicher mit Kommentaren unter diesem Blogpost zur Auswahl beraten :-)

DAAAAAAAAAANKE!

Und hier die Kandidaten:

1. Pink-Velvet-Cake mit Mangomousse und Rosendekoration
Könnte man auch mit Regenbogenfarben machen wie die Schneemann-Torte...

2. Milchmädchen-Kuchen mit Bärchen-Macarons


3. Bits und so 300 - Club Mate Kuchen mit Gelatinefondant


















4. Glückskäfertorte mit gestreiftem Boden und Himbeersahne

Evtl. auch als Mini-Glückskäfer-Törtchen
















5. Prinzessinnen-Torte

Diese hat ja meine Schwester gebacken, aber die wollte ich auch schon immer mal selbst backen. Die Barbie dazu hab ich ja jetzt ;-)



















6. Ferkeltorte

Ich suche ja schon lange einen Anlass, diese Torte zu backen...


















7. Australische Fischlein-Muffins




















Die wollte ich auch schon lange mal machen!


Update: Weil das Poll-Widget von Blogger schon irgendwas zählt, die Ergebnisse aber nicht anzeigt, habe ich es gelöscht und hier eine andere Umfrageoption! Es wäre toll, wenn Ihr hier nochmal abstimmen könntet, damit die Stimmen nicht verloren gehen. Danke!

Was backe ich im Fernsehen?
  
pollcode.com free polls 

Update 2: Vielen Dank für Eure Stimmen! Das hier ist das Ergebnis der Abstimmung:

Ich werde mal mit der Redaktion besprechen, inwiefern das mit der Zeitbeschränkung machbar ist (da ich noch nicht weiß, ob ich Zutaten mitbringen darf etc.), und mache mich ans Testbacken :-)
Vielen Dank für Eure Hilfe! :-)

Dienstag, 16. April 2013

Schwedischer Kronenkrakker-Kuchen

Die Geschichte des Kronenkrakker ist eine längere: Ich hatte mal eine Kollegin, die mit einem Finnen verheiratet war und mir anläßlich unseres ersten gemeinsamen Plätzchenbackens mit Kolleginnen von einem finnischem Gebäck namens "Korvapuusti", zu deutsch "Ohrfeigen", erzählt hatte. Bei diesem Gespräch fragte ich sie, ob sie vielleicht auch schon mal von einem schwedischen Kuchen namens Kronenkrakker gehört hätte. Sie verneinte, auch als ich ihr erklärte, dass das ein Hochzeitskuchen in Form von sieben aufeinander gestapelten Ringen sein müsste, daher die "Krone" im Namen, und dass diese Ringe außen mit Krokant verziert wären und Krokant auf Schwedisch "krakker" heiße (tatsächlich heißt "Krokant" auf schwedisch auch "krokant" und ich spreche nach wie vor kein Schwedisch).
Ich tat, was jede Informatikerin tun würde, und googelte erst mal "kronenkrakker". Null Ergebnisse. Ich war verwirrt, ich konnte mich nicht mehr erinnern, wer mir von dem Kuchen erzählt hatte, und dachte, ich hätte ihn irgendwo im Internet gesehen - aber das Internet kannte ihn auch nicht! Kurz darauf bei einer Konferenz fragte ich ein paar schwedische Kollegen nach dem Kuchen, und wieder hatte keiner davon gehört, weder von dem Namen, noch von der von mir beschriebenen Form in sieben Ringen aufeinander. Ich war ratlos.
Nachdem ich ein wenig darüber meditiert hatte, erinnerte ich mich vage, dass ich irgendwann einen lustigen Traum hatte, in dem ich als Au-Pair in Schweden war, mich dort in einen typischen blonden Schweden verliebt hatte und wir heiraten wollten. Darum ging ich mit seiner Mutter, einer ganz entzückenden Frau, in einen schwedischen Supermarkt, um die sieben Ringformen für den Kronenkrakker-Kuchen zu unserer Hochzeit zu kaufen, und dann muss ich irgendwann aufgewacht sein. Ich konnte mich weder an den Namen noch das Gesicht meines schwedischen Traumverlobten erinnern, nur das mit dem Kuchen war hängen geblieben (was ja auch einiges über mich aussagt ;-)). 
Tja, und nachdem meine Kolleginnen die Geschichte natürlich extrem lustig fanden, machte ich mich daran, einen solchen Kuchen zu entwerfen, natürlich ohne die sieben Kranzformen, die man in meinem Traum übrigens in jedem schwedischen Supermarkt kaufen konnte. Als Grundlage diente mal wieder das Rezept für den Nusszopf von Gaby. Ja, und weil da ich gerade zum ersten Mal in meinem Leben in Schweden bin, hier ist er - der (vielleicht bald) berühmte Schwedische Kronenkrakker-Kuchen! :-)

Prinsesstårta (Prinzesstorte)

Juhu! Mein fantastischer Arbeitgeber, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, schickt mich auf eine Dienstreise nach Kiruna in Nordschweden, wo ich unter anderem einem Raketenstart von TEXUS beiwohnen darf :-) Auf der European Rocket Range versorgen sich die meisten Bewohner selbst, d.h. es gibt Gemeinschaftsküchen und natürlich habe ich daran gedacht, auch ein paar Backutensilien mitzunehmen - selbstverständlich nur das Allernötigste ;-)
Zum Thema Schweden fallen mir zwei Kuchen ein: die Prinsesstårta ist eine sehr bekannte schwedische Torte, die ich unbedingt mal backen wollte. Der Kronenkrakker ist hingegen sehr unbekannt, da er von mir erfunden und erst einmal gebacken wurde - Details dazu könnt Ihr hier im Blog nachlesen...

Freitag, 12. April 2013

Parfait von heller und dunkler Mousse au Chocolat


Mein lieber Kollege Alex hatte gestern Geburtstag und eigentlich war der Plan, dass wir auf einer tollen Dienstreise gemeinsam in Nordschweden feiern würden. Er hatte mehrmals und sehr unauffällig darauf hingewiesen, dass er sooooo gerne Mousse au Chocolat isst, also wollte ich in Schweden eine machen - soweit kein Problem. Nun hatte sich allerdings der Plan geändert und so war ich in der Woche in Nordschweden, er aber auf einer anderen Dienstreise bis abends an dem Tag. Also habe ich bereits vor meiner Abreise eine helle und eine dunkle Mousse au Chocolat produziert, beide schräg in ein Schraubglas gefüllt, gleich eingefroren und im Büro-Gefrierfach deponiert, so dass ein weiterer netter Kollege ihm dieses am Abend nach seiner Landung mitbringen konnte. Natürlich habe ich die Einfrier-Tauglichkeit der Mousse vorher getestet: je nach Auftau-Fortschritt kann man sie als Eis, als Parfait oder als wieder aufgetaute Mousse essen :-)