Montag, 17. Juni 2013

Apfel-Rosen-Tarte mit Zimtschneckenboden

Ich glaube, diese hier war die erste Apfel-Rosen-Tarte, die ich entdeckt habe, und es war sofort klar, dass ich die bei Gelegenheit backen muss. Diese Gelegenheit kam dank meiner Freundin Lucia, zu deren Hochzeit ich gleich zwei Kuchen mitbringen durfte :-)
Denn was passt schon besser zu einer Hochzeit als Rosen? OK, vielleicht Hochzeitserdbeeren ;-)
Ich hatte die Idee, meine Zimtschnecken als Boden zu benutzen, da Zimt ja auch prima zu Äpfeln passt, das hat soweit auch ganz gut funktioniert, aber natürlich kann man die Tarte auch mit einem normalen Mürbteig wie bei der Rhabarbertarte backen!
Für die Apfelrosen habe ich verschiedene Rezepte gefunden. Zunächst kann man sie aus Apfelschalen bzw. komplett in "Schalen" geschnittenen Äpfeln oder aus Apfelscheiben konstruieren. Ich fand den Ansatz mit den Scheiben hübscher, vor allem weil das bei roten Äpfeln Rosen mit rosa Blütenblatt-Rändern ergibt, außerdem war mir das Verfahren einleuchtender!
Bei der Benutzung von Apfelscheiben gab es den Ansatz, die Scheiben zu erhitzen oder einfach in Ginger Ale einzulegen - das habe ich auch getestet und es funktioniert überhaupt nicht, weil die Äpfel davon nicht weich werden und sich nicht rollen lassen. Wunderbar funktioniert hat bei mir, wie in diesem Rezept einen Sirup zu kochen und dann die Apfelscheiben hinzuzufügen, da werden sie genau richtig weich und lassen sich schön rollen, außerdem diffundiert die rote Farbe etwas in Fruchtfleisch, so dass der ganze Apfel einen zarten Rosahauch bekommt. Très chic! Martha hat's halt drauf. ;-)
Zutaten für eine Tarte/12 Portionen:
1 Mal das Rezept Zimtschnecken bzw. 2/3 davon für eine Tarte
200 ml Wasser
100 g Zucker
 Saft von 1 Zitrone
 4-5 rote Äpfel

300 ml Milch
30 g Speisestärke
1 Ei
70 g Zucker
1 Msp. Vanille

Nährwert: 225 kcal pro Portion

Zubereitung:
Zuerst die Zimtschnecken zubereiten wie im Rezept beschrieben, bis man die lange Rolle hat, die man in 12 Stücke schneiden soll. Während der Zimtschneckenteig geht, aus Wasser, Zucker und Zitronensaft einen Sirup kochen. Die Äpfel waschen und halbieren, entkernen und in dünne Scheiben schneiden.
Den Sirup nach einmaligem Aufkochen vom Herd nehmen und die Apfelscheiben hinein geben, evtl. mit einem Kreis aus Backpapier abdecken oder mit einem Plastikdeckel beschweren, so dass keine Apfelstücke an der Oberfläche liegen, und so abkühlen lassen. Weil ich nicht genau wusste, wie viele Äpfel ich brauchen würde, habe ich den Sirup mehrmals benutzt, d.h. wieder aufgekocht und mit neuen Apfelstücken befüllt. Man kann natürlich auch gleich eine größere Menge Sirup kochen!
Die Zimtschneckenrolle in 24 statt wie sonst 12 gleich große Stücke teilen. 16 dieser Stücke quadratisch anordnen, ein Stück Backpapier darauf legen und zu einer Scheibe ausrollen. Aus den übrigen 8 Zimtschnecken habe ich eine Tartelette-Form für den Testkuchen befüllt. 
Das zusammenhängende Zimtschneckenstück in eine Tarteform legen. Ich habe übrigens endlich meine tolle Tarteform mit Einlegeboden und schon lösen sich alle Tartes wunderbar aus der Form! :-)
Die Vanillecreme zubereiten (s. Rhabarbertarte): 
Die Speisestärke, den Zucker, das Ei und die Vanille mit etwas Milch anrühren. Die restliche Milch zum Kochen bringen, von der Platte ziehen, die Stärkemischung einrühren und nochmals unter Rühren erhitzen, bis die Masse eindickt. Den Pudding etwas abkühlen lassen und in die Tarte füllen und glatt streichen. Den Ofen auf 175°C vorheizen.
Die weich gewordenen, abgekühlten Apfelscheiben überlappend in eine Reihe legen und mit beiden Händen aufrollen. Der so entstandene Apfelsirup lässt sich übrigens hervorragend mit Wasser aufgefüllt genießen...
Die aufgerollten Apfel-Rosen in die Vanillecreme setzen. 


Die Tarte bei 175°C für ca. 35 min backen, bis der Rand schön goldbraun ist. 
 
Auf diesem Foto kann man meine tollen neuen Tarte-Formen sehen, ich hatte sie sicherheitshalber fürs erste Foto noch dran gelassen. Die Tartes ließen sich aber ganz wunderbar leicht aus den Formen lösen!
Ich finde es hübsch, wie die "Schneckenform" der Rosen und der Zimtschnecken zusammenpassen! Aber mit einem normalen Mürbteigboden schmeckt die Tarte sicherlich auch gut.
Nachdem mir die Test-Tarte gut geschmeckt hat - saftig und doch irgendwie leicht, war ich zufrieden und habe mich wieder dem anderen Hochzeitsmitbringsel-Kuchen gewidmet.

Kommentare:

  1. Die sehen ja einfach wunderschön aus! Das werde ich bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren....

    Lieben Gruß Michéle

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    1. Danke, das freut mich! Erzähl mal, wie es geklappt hat ;-)

      LG, Nadine

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  2. Wunderschön! Kompliment!!! :)

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  3. Also der Zimtschneckenboden ist ja eine super Idee und die Apfelröschen sehen wunderschön aus! Ich hab mich echt gefreut, dich gestern kennengelernt zu haben!!!
    Liebe Grüße, Nadine

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    1. Liebe Nadine,

      vielen Dank und ein dickes Gleichfalls! Wir sehen uns ja beim Münchner Bloggertreffen, da freu ich mich schon drauf!
      LG, Nadine

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  4. Das ist so eine hübsche Idee für eine Apfeltarte <3
    Ich werde das auf jeden Fall auch mal selbst probieren :)

    Liebe Grüße, Ribbon

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    1. Danke Ribbon, sag doch Bescheid wie es geklappt hat :-)

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  5. Liebe Nadine,
    Die Torte war einfach genial!
    Ein dickes Danke nochmal!!
    Lucia

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  6. Liebe Nadine!
    Ich habe dich grade auf VOX gesehen! :) und dic sofort gesucht!
    Der Kuchen ist einfach wunderschön! Ich stöber jetzt mal durch deinen Blog!
    GLG Victoria

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  7. Danke für das tolle Rezept! Die Tarte ist ein Knaller! Habe sie gestern abend gebacken.
    LG Agata

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    1. Hallo Agatha, super, das freut mich! Hoffe es war ein Erfolg ;-)

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