Montag, 3. August 2026

Eiskönigin Elsa (aus Frozen) Torte für Lily, Version 2

 

Meine liebe Nichte Lily ist immer noch ein großer Frozen-Fan, und hatte sich auch zum vierten Geburtstag eine Elsa-Torte gewünscht. Ich mag die Frozen Filme auch sehr, und Blau ja sowieso, und habe also wieder Tortenrezepte studiert und die Elsa Figur aus Kunststoff vom letzten Jahr für ihren Einsatz vorbereitet. Dieses Mal war ich top vorbereitet, nach dem Zuckerdrama letztes Jahr, habe Isomalt bestellt und nach diesem hervorragenden Video ein tolles Eis-Schloss damit gezaubert :-)
Nun ist auch dieser Geburtstag wieder fast ein Jahr her und die nächste Elsa Torte steht an, daher muss diese zweite Version endlich mal gebloggt werden, während ich die Elsa-Torte Nummer 3 plane. Eventuell wird sie sehr ähnlich wie ihre Vorgängerin, weil die schon toll war und ich die Schablone ja noch habe - auch wenn mal wieder keiner weiß, wo die Kuchen-Elsa gerade ist ;-) 

Zutaten für 1 Elsa Torte mit Eis-Schloss:
1 Rezept Polnischer Schokoladenkuchen, wie auch bei Utas Kuchen, also:
250 g Margarine
300 g Zucker
50 g Kakaopulver
100 ml Wasser
4 Eier
250 g Mehl
1 Pck. Backpulver
1 Pck. Vanillezucker

200 g Zartbitterschokolade
100 g Schlagsahne
500 g Fondantdecke, weiß
 
Für das Eis-Schloss:
100? g Isomalt
Lebensmittelfarbe blau

Schablone aus Silikon
Alufolie
Backtrennspray oder Öl

Zubereitung:
Im Vorfeld habe ich lange und brutale Experimente mit Bonbons durchgeführt, weil ich eigentlich dachte, ich könnte einfach direkt Eisbonbons schmelzen und statt Isomalt als Elsa-Eis-Schloss verwenden. In Lebkuchenhäusern klappt das mit Bonbons ganz gut, aber mit den Eisbonbons, die ich gefunden habe, leider nicht so. 
Viele sind doch etwas karamellisiert beim Mikrowellen (360W, 1-2 min), zwei waren sowieso nicht blau, sondern weiß, bei denen fiel das dann besonders farblich auf. 
So richtig flüssig und gießbar wurde die Masse leider nie. 
Maximal konnte ich die Bonbons mit einem Zahnstocher formen, aber das war nicht das, was ich wollte, und so beschloss ich, das Isomalt zu benutzen, ich denke, schmelzen im Backofen bei 180°C wie in diesem Video oder hier, oder auf dem Herd auf Backpapier wie hier hätte auch nicht erreicht was ich haben wollte. 
Weil wir erst kurz vor dem Geburtstag nach Hause kamen, hatte ich den Kuchen schon vorher angefangen zu backen und erst mal aus einer Packing Mini Smarties alle blauen, lilanen und rosanen raussortiert, weil ich fand, dass die andere nicht zum Elsa-Blau passen. 
Nebenbei kann man den Kuchen backen, also Margarine, Zucker, Kakaopulver und Wasser aufkochen und wieder abkühlen lassen. 
Dann der Reihe nach die restlichen Zutaten einrühren. Den Teig in eine 26 cm Springform geben und bei 175 Grad ca. 60 Minuten backen.
Den Kuchen vollständig auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Nun das Eis-Schloss bauen. Dafür erst mal eine Silikonmatte opfern, die ausgedruckten Formen aufkleben und mit einem Skalpell ausschneiden, ich habe das auf meiner Schneidematte gemacht. 
Nach einem letzten Versuch, die Eisbonbons mit einem Hammer zu zerkleinern und dann zu schmelzen, was auch nicht funktioniert hat, mit Isomalt weiter machen. :-)
Am besten hat funktioniert, das Isomalt in kleinem Portionen, in einem herzförmigen Muffin-Silikonförmchen bei 360 W in der Mikrowelle zu schmelzen, etwas blaue Lebensmittelfarbe unterzurühren, und nach und nach in die Schablonen zu gießen. Durch die Ecke in dem Herzförmchen war das sehr praktisch. Die Silikonmatte lag auf Alufolie auf dem Cerankochfeld, weil glatt und hitzebeständig, die Alufolie hatte ich erst zerknüllt, dann wieder gerade gestrichen, und mit Backtrennspray eingesprüht, das gibt die schöne Eistextur.
Mit Isomalt ging das auch viel besser als mit Zuckerglas wie beim letzten Versuch! Trotzdem dauert das Ganze schon einige Stunden.
Bis auf den Torbogen und die große Spitze, die dann in der Mitte stehen, braucht man ja alle Elemente doppelt, außerdem noch die großen Spikes für die Spitzen des Schlosses.
  
Mit dem Messer habe ich ab und zu noch herausstehende Ecken begradigt, da muss man aber auch auflassen, im Worst Case bricht dann nämlich das ganze Teil mittendurch und man muss von vorn anfangen. 
Aber immerhin kann man die Masse immer wieder einschmelzen :-) 
Für die langen Spikes habe ich Alufolie doppelt genommen und im Zickzack gefaltet, dann das Isomalt in diese improvisierten Formen gegossen. 
Und endlich waren alle Teile komplett!

Bis auf das runde Teil, das als Basis dient, dafür gießt man das Isomalt in ein Rechteck und legt es, solange es noch weich ist, über Alufolie auf eine runde Dose mit 9 cm Radios, damit es halt gebogen fest wird. 
Nun das Schloss zusammen setzen, etwas geschmolzenes Isomalt dient als Kleber.

Man kann schon erahnen, dass es cool wird. Ice cool :-)
So halb durchsichtig sieht das Isomalt wirklich aus wie Eis! Dass es unregelmäßig dick ist, stört dabei garnicht. 
Nun noch die Zacken ankleben und das Eis-Schloss ist fertig!

Für die versteckten Smarties den Kuchen einmal durchschneiden, eine Vertiefung in der Mitte ausheben und die Smarties hineingeben. 

Für die Ganache die Zartbitterschokolade und die Sahne zusammen in der Mikrowelle schmelzen und glatt rühren, das geht noch fixer als im Topf. Der Kuchen mit der abgekühlten Ganache überziehen und glatt streichen. Den Rand mit Ganache einstreichen und den zweiten Teil des Kuchens aufsetzen. Dann den ganzen Kuchen mit Ganache einstreichen und mit der fertigen weißen Fondantdecke eindecken.

Aus Fondantresten eine Schneeflocke ausstechen, die Ausstecher hatte ich letztes Jahr extra bestellt, kurz nach Elsa-Torte Nummer 1. 
Die Schneeflocke als Wappen ans Eis-Schloss kleben und das Schloss probehalber auf den Kuchen setzen. 
Ich war dann schon sehr happy mit meinem Werk :-) Es ist auch so toll leicht durchsichtig, wirklich wie ein echtes Eis-Schloss ;-)
Aus Isomalt-Resten habe ich mit einer improvisierten Form aus Alufolie noch eine spikey 4 gegossen. 
Weil die 4 in der Ecke unterbrochen war, hab ich sie mit dem Brûlée-Brenner traktiert, um die Ecke zusammen zu schmelzen. 
Das Eis-Schloss musste ich zum Transport abmachen, aber die ließ sich leicht wieder anbringen. 
Und so wurde die Torte an das Geburtstagskind übergeben. Lily hat sich sehr gefreut! :-)

So sah die Torte von oben aus. Spikey!

Beim Anschnitt kamen dann wie geplant auch noch die versteckten Smarties raus. 
:-)

Happy Birthday nochmal, liebe Lily!

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