Montag, 13. Februar 2017

Vegane Valentins-Donuts und Krapfen

Ich hab seit Weihnachten eine Fritteuse und für Fasching eine Krapfen-Party geplant, daher wollte ich vorab mal eine "Operational Readiness Review" (wie das bei den Satellitenmissionen heißt :-D) machen. Die Krapfen gabs zu einem weiteren coolen Nähworkshop bei Luisa, und ich wollte sie für Saskia vegan machen. Ich habe erst mein Rezept von letztem Jahr veganisiert und kam bei einem ziemlich ähnlichen Ansatz raus wie bei diesem veganen Krapfenrezept, an das ich mich dann gehalten habe. Da konnte ich auch das mit dem Sojamehl, das oft als Ei-Ersatz verwendet wird und das ich neulich endlich wo gefunden habe, mal testen. Ich habe ein doppeltes Rezept gemacht, weil die meisten Rezepte aus 400 g Mehl ca. 10 Krapfen bekamen, aus 800 g wurde bei mir aber 34 Teiglinge! Bei der Party will ich noch Krapfen mit Schokofüllung testen... :-D
Zutaten für ca. 20 Krapfen und 14 Donuts:
800 g Mehl
4 EL Sojamehl
1 P. Trockenhefe 

20 g frische Hefe
400 ml Mandelmilch
120 Margarine oder Butter
100 g Zucker

2 Pr. Salz
2 P. Vanillezucker
Abrieb einer Zitronenschale



2,5 Liter Rapsöl zum Frittieren in der Fritteuse, im Topf reicht 1 L
Puderzucker zum Bestreuen 

250 g Marmelade oder Buttercreme für die Füllung
100 g Puderzucker und etwas Wasser oder Kirschsaft für den Donut-Guss

Zubereitung:
Ich habe Trockenhefe und einen halben Würfel Frischhefe verwendet, also eigentlich weniger als im Originalrezept, weil ich fand, dass das auch reicht. Die Trockenhefe mit dem Mehl vermischen, die Frischhefe habe ich in eine Mulde im Mehl gegeben und dann mit der erwärmten Mandelmilch und Margarine übergossen und erst etwas stehen lassen, alle anderen Teig-Zutaten kamen einfach dazu. 
Nach kurzer Zeit bildet sich etwas Vorteig durch die Frischhefe, dann kann man alles von der Küchenmaschine verkneten lassen. Den weichen, geschmeidigen Hefeteig in der Schüssel mit einer sauberen Plastiktüte abdecken und ca. 1 Stunde gehen lassen, ich war in der Zeit vorausschauend der Kalorienbilanz zuliebe eine Runde laufen :-D
 Der Teig ging trotz reduzierter Hefemenge super auf!
Den Teig einmal durchkneten, ca. 1,5 cm dick ausrollen und dann mit passenden Gläsern Krapfen oder Donuts ausstechen. Die Krapfen sollten eigentlich mit einem 7 cm Durchmesser Glas ausgestochen werden, die Donuts mit einem 8-9 cm Glas außen und Schnapsglas innen, ich habe aber dann das IKEA Glas mit 8,5 cm Innendurchmesser für alle genommen. Ich hab die Krapfen-Teiglinge nämlich gewogen und schnell rausgefunden, dass sie viel zu leicht sind, als dass der Teig nur für 10 Stück auf 400 g Mehl reichen würde, darum wollte ich wenigstens das große Glas nehmen und das ergab auch so die normale Krapfen-Größe, die man vom Bäcker her kennt. 
Je nach Vorspannung im Teig können sich die Kreise ganz schön verziehen, darum hab ich versucht, den Teig sich zwischendurch entspannen zu lassen, aber das hat offensichtlich nicht immer geklappt! Die ausgestochenen Krapfen und Donuts auf Backpapier legen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken, damit sie nochmals 30 min gehen können. 
Da das Frittieren bei mir sehr lange gedauert hat, sind die letzten Donuts wesentlich länger gegangen und wurden unten wieder etwas weich dadurch, aber wenn man sie vorsichtig behandelt, macht das nix. 
Beim Frittieren sollte das Öl 175°C haben, ich habe das ungefähr bei der Fritteuse eingestellt, wenn man es in einem mittelgroßen Topf macht, sollte man mit einem Thermometer checken.  Die Krapfen von beiden Seiten 2 min ausbacken, die Donuts brauchen dank des Lochs nur 1-1,5 min pro Seite. 
Leider passen immer nur zwei davon in meine Fritteuse, was meinen Zeitplan etwas durcheinander gebracht hat, zusammen mit dem Fakt, dass ich durch das doppelte Rezept viel mehr Teiglinge hatte als gedacht...
Die fertigen Krapfen auf Küchenkrepp abtropfen lassen, am besten von beiden Seiten, und erst dann auf einem zweiten Teller mit Küchenkrepp mit Puderzucker bestreuen, solange sie noch heiß sind. Sonst hängt der Puderzucker beim nächsten Krapfen aus der Fritteuse nämlich überall dran. 
Die Füllung wird mit einer Tortenspritze oder einer langen Tülle für den Spritzbeutel an der Seite in die Krapfen injiziert. Vor dem Füllen der Krapfen mit Buttercreme müssen sie natürlich ausgekühlt sein, weil die sonst schmilzt! Klingt logisch, war mir aber in meiner Begeisterung des ersten Krapfens nicht aufgefallen :-D
Bei Marmelade gehts auch schon mit etwas wärmeren Krapfen. 
Das ist der erste Schwung veganer, mit Aprikosenmarmelade befühlter Krapfen, die mit zum Nähen durften ;-)
Ich hab extra eine schicke Kuchenschachtel, die es vor langer Zeit mal bei Tchibo gab, dafür aufgeklappt und mit Küchenrolle und Backpapier ausgelegt. 
Die Donuts werden analog ausgebacken wie die Krapfen, nur dass sie nur ca. 1- 1,5 min pro Seite brauchen. Gewendet und teilweise auch die Krapfen herausgehoben habe ich sie mit meiner tollen Dr.-Nadine-Perera-Grillzange, die ich zur Promotion selbst gefräst bekommen habe :-)
Die Donuts, die mit zu Luisa durften, wurden heiß mit Puderzucker bestreut. 
 Das erschwert allerdings das anschließende füllen der Donuts von unten...
Die übrigen Donuts habe ich dann zum Valentinstag mit lila Buttercreme gefüllt und mit Kirschglasur dekoriert.
Ich hab ja lange gerätselt, wie die Füllung in die Donuts beim Bäcker kommt, weil ich an der  Seite keine Löcher gesehen habe. Die Antwort ist natürlich, von unten! Ich habe hier versucht, die Füllung schräg einzuspritzen, um möglichst wenige Löcher machen zu müssen, aber am Abend wollte der Spritzbeutel nicht mehr so wie ich und statt die Tülle in die Donuts zu drücken, ging sie oft in den Spritzbeutel rein und nebenan kam dann die Buttercreme raus...nächstes Mal wieder mit Kupplung. 
100 g Puderzucker mit etwas Kirschsaft verrühren, bis eine nicht zu flüssige Glasur entsteht. 
Die Donuts mit der Oberseite in die Glasur drücken und auf einem Backpapier trocknen lassen.
Donuts mit Zuckerperlen oder -Herzchen bestreuen. 
 Diese Glasur konnte in Ruhe über Nacht trocknen
 Heute morgen durften sie dann mit ins Büro und wurden auch tapfer aufgegessen! ;-)
Ganz frisch gebacken schmecken sie natürlich am allerbesten, aber auch nach einem Tag waren sie noch sehr lecker!
Frohen Valentinstag allerseits! <3
SaveSave

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